Episode 105: Kaplan Jakob Stichlberger aus Bad Ischl
Shownotes
Warum wird ein junger Mensch heute noch Priester? Bei Jakob Stichlberger beginnt die Antwort viel früher, als man vielleicht erwarten würde: Schon als Ministrant in Mattighofen wusste er, dass dieser Weg seiner sein könnte. Heute ist er Kaplan in Bad Ischl, unterrichtet Religion an der Mittelschule und an der Tourismusschule – und spricht mit uns ungewöhnlich offen darüber, wie sich ein Leben anfühlt, das ganz bewusst anders verläuft als das vieler Gleichaltriger.
Wir sprechen darüber, wie man Jugendlichen heute von Gott erzählt, warum Jakob seinen Glauben nicht nur als Glauben, sondern als Gewissheit empfindet und weshalb ihm Gott vor allem in der Schönheit begegnet. Es geht um seine Faszination für Liturgie, um die Zukunft der Kirche, um Tradition und Veränderung – aber auch um sehr persönliche Fragen.
War er schon einmal verliebt? Wie lebt es sich mit dem Zölibat? Zweifelt er manchmal an seinem Weg? Was stört ihn an seiner eigenen Kirche? Und wie stellt sich jemand, der so selbstverständlich an Gott glaubt, eigentlich den Himmel vor?
Ein offenes, persönliches und immer wieder überraschendes Gespräch mit einem jungen Priester, der seinen Platz gefunden zu haben scheint – irgendwo zwischen Himmel und Erde.
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00:00:00: Nichts Wieder, der Salzkammergut Podcast von und mit Robert Steiner und Peter Zeitruf.
00:00:05: Servus!
00:00:05: Heute mit Jakob Stichlberger dem Kaplan von Bad Ischl.
00:00:09: Die Priester die bei mir zu Hause waren in Martikhofen das waren für mich einfach ein so viel guter Priestervorbilder weil ich mir dachte ob es so wie die leben was diese arbeiten wie den einen Altagascher so möchte ich auch
00:00:22: lieben.
00:00:22: Als jüngster Priester Oberösterreichs hat er seine Wirkungsstätte im inneren Salzkammergut gefunden und bringt den Menschen den Glauben mit seiner netten Bodenständigen und nahbaren Art und Weise näher.
00:00:34: Es ist natürlich trotzdem nicht so einfach zu sagen, wenn weniger Gläubige sind, brauche ich auch weniger Priester weil hier ja trotzdem, ich sage es so nur, weil weniger Leute in die Kirche kommen muss immer halt andere Betätigungsfelder suchen.
00:00:46: Grüß Gott, lieber Peter.
00:00:48: Servus!
00:00:49: Jetzt ist er mir außergewöhnlich, jetzt muss ich erklären... Wir haben ein besonderes Thema.
00:00:55: Ich freue mich total auf diese Folge heute.
00:00:58: Es ist nämlich so oft gefordert worden.
00:01:00: Heute sind wir am Priester.
00:01:01: Gibt es nicht einmal einen Priester der uns ein bisschen Einblick gewähren kann in das Leben und die Arbeit eines Priesters oder Seelsorgers?
00:01:08: Und wir haben uns wirklich auf die Suche gemacht, im Ganzen Salzkammergut und seine Impadische vernünftig wurden.
00:01:13: Ja!
00:01:13: Und das Interessante ist wie wir waren ja schon sozusagen in Bad Ischl mit der evangelischen Bischöfin bzw.
00:01:19: dann musst du es so ein bisschen besser... Stimmt, was geht es denn weiter?
00:01:22: Aber das war natürlich von einer anderen Fraktion muss man sagen.
00:01:28: jetzt sind wir bei den Katholiken Wunderbar, wir sind im Pfarrhof in Bad Ischel.
00:01:32: Wunderschöne Gelegen im Zentrum neben der Kirche und unser Gast ist der Kaplan von Bad Ischl Jakob Stichlberger.
00:01:39: Herzlich willkommen im Salzkammergut Podcast!
00:01:41: Ja danke für die Einladung und herzlich Willkommen bei uns im Pfahraufherr.
00:01:45: Das ist eine ganz ganz besondere Kirche ein ganz besonderer Pfarrhoff.
00:01:49: Wir haben gerade darüber geredet.
00:01:51: Der Kaiser war ja hier schon zu Besuch.
00:01:54: So ist es.
00:01:55: Der Kaiser hat in den Sommermonaten, wann er in Ischel war immer bei uns die Messe besucht.
00:02:01: Das ist da mit der Kutsche vorgefahren.
00:02:02: in der Früh fuhr der Kirche am Sonntag und hat dann in dem, nehmen wir heute noch, Kaiserstuhl schon etwas besserem Platz sozusagen, der heiligen Messe beigebohnt.
00:02:12: Und ob jetzt der Kaiser Franziose selber beimpfest?
00:02:15: Die Habsburger waren schon auch sogar im Pfarr aufzugast.
00:02:18: Der allerdings damals im Mitte des neunzehnten Jahrhundertes, wo das begann nicht hat, noch nicht hier war sondern eher da, wo jetzt Sporkasse ist.
00:02:26: Wer sitzt denn heute im Kaiserstuhl in der Kirche?
00:02:31: Tatsächlich schon noch die Familie Habsburg-Lothringen wenn sie da sind aber auch unsere Mesen einmal die Ministranten.
00:02:40: also es ist nicht mehr exklusiv aber von der Familie Hab'sburg- Lothringend jemand alles dann nehmen Sie schon diesen Platz noch gerne ein und ich finde das eine schöne Zeichen der Kontinuität.
00:02:51: irgendwie bislang Was gehört einfach zu, wie ich lehne?
00:02:54: Die
00:02:55: Tradition gehört generell dazu.
00:02:57: Aber auch im Salzkammergut ganz speziell.
00:02:59: Robert, ich habe eine kurze Vorstellung mir einfallen lassen, weil dein Mutter hat uns ja mal kritisiert und gesagt, ich verstehe mir gar nicht wer da ist, weil er fangt sich immer sofort an beim Reden mit dem Gespräch heute nicht!
00:03:11: Also was darf es?
00:03:11: Es gibt einen Satz den unser heutiger Gast vermutlich schon tausendmal gehört hat.
00:03:15: Warum wird ein junger Mensch Priester?
00:03:18: Bei Jakob Stichlberger stimmt die Frage aber gar nicht, denn er hat sich nicht spät entschieden.
00:03:23: Er wusste schon als Kind, als Ministerin den Matikofen, dass er das werden will und ist dann trotzdem erst einmal in eine Handelsakademie gegangen.
00:03:31: Zwanzig Jahre später im Juni vorigen Jahres wurde er ein Linzamerindohm zum Priestergeweid – also einer von vier in der gesamten Diözese.
00:03:39: In seiner Heimatpfahre war es die erste Imprimitz seit hundertdreizig Jahren.
00:03:44: Heute ist der Kaplan in Bad Ischlund und richtet Religion an.
00:03:48: Wir wollen von ihm wissen, wie man Dreizehnjährigen von Gott erzählt, wenn kaum einer von ihnen nach in die Kirche geht und vieles mehr.
00:03:55: Herzlich willkommen bei uns im Salzkammergut Podcast!
00:03:58: Trifft dieses Intro diese Vorstellung auf Sie
00:04:04: zu?
00:04:18: Genau.
00:04:18: Aber wie erreicht man diese Menschen mit einem Thema, das wahrscheinlich nicht ganz so hipp ist und nicht ganz zu Hause besprochen wird?
00:04:27: Wie erreicht man mit Gott dem Glauben und der Kirche an Dreizehnjährigen zum Beispiel?
00:04:36: Am ehesten kommt mir vor allem über persönliche Sachen.
00:04:41: Also wenn ich zum Beispiel die Stunde beginne und sage, jetzt schlägt es bitte mal das Buch auf Auf der Seite sowieso, na bitte Herr Stichlberger nicht aus dem Buhr und so.
00:04:50: Und das ist dann immer schwierig, dass die aufmerksam bleiben und so... Das ist dann wirklich oft schwierig.
00:04:57: Aber im ersten ist es wirklich immer so, dass auch total die Aufmerksamkeit da ist.
00:05:01: Da haben wir einfach mit einem eigenen Leben ein bisschen vergnüpft, was er erzählt.
00:05:06: Ich glaube, ich lebe letztlich von Menschen, die das irgendwie vorleben.
00:05:11: Und ich versuche eigentlich, das ist am ersten mein Zugang Ich habe auch nicht, was für ein Risiko das pädagogische Studium absolviert.
00:05:19: Ich versuche einfach, dass ich als Person, als Jakob Stichlberger, für die Jugendlichen irgendwie das gut verkörpere, irgendwie ein positives gutes Bild abgebe von Kirchen und die Leute wissen ja, daß ich Priester bin – die wissen, dass sie für was ich stehe!
00:05:38: Und ich versuche, dass die sozusagen durch einen hoffentlich positiven Eindruck und nette lustige Zeit mit mir im Unterricht, dass sie halt so irgendwie grundsätzlich positives Bild zu dem haben und halt einfach auch ein gutes Forum entsteht.
00:05:52: Wo dann schon die Fragen, die natürlich dann schon manchmal aufkommen von Jugendlichen zu diversen Themen religiöser Natur – wo die halt auch gut einen Platz haben können.
00:06:03: Ich sehe einen riesen Vorteil, Sie sind sehr nah an den Jugendlichen dran.
00:06:06: Weil sie sind ja selber sehr jung mit knapp über dreißig würde ich mal freundlicherweise sagen wie war das bei Ihnen?
00:06:12: Wann waren Sie zum ersten Mal sozusagen mit der Bibel konfrontiert?
00:06:18: Mit der Bibeln konfrontieren?
00:06:20: schon als Kind.
00:06:21: also ich kam mich da an diese berühmte was jetzt gar nicht wie die heißt aber es ist so eine berühmt Kinderbibel die zumindest damals viele Leute gehabt haben und wo man auch die von die Illustrationen.
00:06:33: weil ich heute noch im Kopf habe und insofern war ich als Kind schon immer mit diesen Geschichten.
00:06:37: Und dann natürlich im Religionsunterricht ist das halt, sowieso ist man dann sowieso in der Früchse macht mir die ganzen schönen Geschichten, nenne sie jetzt einmal durchaus der Bibel – so würde ich sagen bin ich da relativ normal sozialisiert worden.
00:06:55: Meine Mutter, die ja selber nicht gläubig ist aber die hat schon öfter auch mal aus der Bibel, wo es vorgelesen war.
00:07:02: Wir haben uns das angeschaut.
00:07:04: Aber insofern sagen Sie auch die Religionsunterricht ist wichtig?
00:07:09: Natürlich ist der Religions-Unterricht wichtig.
00:07:11: Der Religionsunterricht ist für mich wie gesagt ein Forum oder dass einfach einen Raum eröffnet werden, wo diese Fragen
00:07:18: gut
00:07:18: Platz haben.
00:07:20: Es gibt natürlich ein Lehrplan, der grundsätzlich abzuarbeiten ist aber eben oft ist einfach das gut, wenn einfach ein Raum da ist, wo Jugendlichen mitzufragen, die sich in diesem Feld auftun oder auch was das eigene Leben betrifft, wo man irgendwie so ... wie soll ich mich ausdrücken?
00:07:43: Es ist ja nicht immer nur explizit Religion.
00:07:46: Sondern es geht auf die, wie lebt man gut und wie wir sie da verhalten.
00:07:50: Herr Stiechelberger haben Sie schon über's gestohlen.
00:07:52: Irgendwann halt einfach solche Fragen ein bisschen platzern und wo man versucht ist dann etwas... von dir zu besprechen und so, genau.
00:08:02: Ich finde auch wenn ich mich zurück erinnere an meine Schulzeit das der Religionsunterricht die Stunde war wo man über aktuelle Katastrophen reden konnte oder aufarbeiten konnte dass das immer irgendwie ein Moment war wo die Klasse wirklich an den Lippen gehangen ist und zusammen gesprochen hat wie arbeitet eine Dinge auf?
00:08:21: Ist doch auch wichtig, oder?
00:08:23: Ja natürlich ist es wichtig weil ja Eben, man hat ja doch oft das Gefühl die Welt ist aus den Fugen und die Jugendlichen kriegen das auch mit.
00:08:32: Ich habe zwar auf den Eindruck sie sind eher relativ optimistisch oft und gut drauf aber natürlich ist es sicher so dass der Religionsunterricht genau so ein Ort ist wo man sich eben überlegen kann was bedeutet zum Beispiel ganz aktuell zum Beispiel diese Flutkatastrophe in Nepal oder sowas?
00:08:49: ja natürlich weil eben gerade im Religionsunterricht auch für das Zeit ist die Lehrer, die vielleicht auch über das sich mit den Jugendlichen unterhalten könnten.
00:09:00: Die Mathematik und richten oder Deutsch oder so was, aber die mussten ja einen Stoff durchbringen.
00:09:04: Die mussten irgendwann einmal schauen, dass sie für die Schularbeit gut vorbereitet sind und so.
00:09:08: Und das ist ja auch für mich als Lehrer der Vorteil, daß ich im Religionsunterricht keinen direkten Notendruck habe wenn man das so sagt und deswegen halt was ein bisschen... Das war eben gut!
00:09:17: Ich meine es hat einmal von der österreichischen Bischofskonferenz eine Werbeaktion nenne ich es jetzt für den Religionsunterricht gegeben, unter dem Motto die andere Stunde oder die ganz andere Stunde.
00:09:31: Im positiven Sinn eine Stunde, die ein ganz anderer Charakter hat, wo es nicht darum geht auch wenn es Kollegen gibt, die das teilweise machen.
00:09:37: Das finde ich aber nicht gut dass man Testschreiben muss und lernen muss usw.
00:09:41: Und irgendein inhaltliches Wissen da ganz streng abarbeiten muss und dann wo eben ja alle Fragen die das Leben so mit denen das Leben so daherkommt, einfach Platz haben.
00:09:53: Jetzt kommt das Amt oder viele Ämter würde ich sagen kommen immer wieder an einen gewissen Aura da her.
00:09:57: man hat immer eine gewisse würde nicht sagen Abgehobenheit aber schon ein gewisses Amt steht auf einer anderen Stufe.
00:10:06: Ich rede auch zum Beispiel von Polizei und aber auch des Priester-Tum.
00:10:10: Wie schafft man das?
00:10:11: Dass man junge Menschen oder dass man für junge Menschen trotzdem nahbar wird
00:10:18: Ja in dem man halt.
00:10:20: Also ich würde zum Beispiel das, was Sie da beschreiben.
00:10:23: Ich empfinde es eigentlich fast nicht mehr so.
00:10:25: Das merkt man ja allgemein, dass eben das hat er nicht nur ... das ist auch nicht mehr bei den Priesten oder vielleicht auch bei der Polizei, sondern dass wir generell vor Institutionen und so ein bisschen die... Dass man sagt, das ist jetzt sowas besonders?
00:10:38: Oder die sind irgendwie herausgehoben, das geht eh zunehmend in unserer Gesellschaft verloren.
00:10:43: Das hat sicher eher auch positive Effekte Und insofern merke auch ich, dass das für die Jugendlichen vielleicht spannend ist, wann wer Priester ist oder so.
00:10:53: Dass sie irgendwie sagen man ist jetzt deswegen weniger nahebar oder so und das ist überhaupt nicht der Fall!
00:10:58: Ich versuche da einfach ganz leisure- und ohne irgendwelche Allure oder was daherkomme.
00:11:05: Insofern habe ich eigentlich wirklich doch behaupten... Also dass die Jugendlichen, also das jedenfalls mit mir kein anderer Umgang ist als mit anderen Lehrern.
00:11:16: Ich habe sogar oft das Gefühl, dass bei mir manchmal ein bisschen zu lächerisch oder etwas zu locker zugeht.
00:11:23: Also ich würde sogar eher in den Schlag sein.
00:11:26: Wenn wir das Amt aber weggeschieben?
00:11:28: Wer ist diese Person?
00:11:30: Wie ticken sie... Was ist das für eine Person, die wir heute hier am Tisch sitzen haben?
00:11:37: Das ist die Frage, ob er das wirklich so trennen kann.
00:11:39: Das wäre
00:11:40: meine nächste Frage gewesen.
00:11:42: Ja,
00:11:43: weil eben also Jakob Stichlberger ohne Religion – die Religion habe ich mir halt mal so wie oder das katholische Glaubensleben habe ich mich jetzt sozusagen zum Beruf gemacht und ich würde schon sagen dass das so ein entscheidender Teil meiner Persönlichkeit ist, das es mir einfach ganz tief durchprägt hat dass man mich ohne das sich schwer vorstellen kann.
00:12:05: Ich meine, was macht mich sonst noch aus?
00:12:06: Außerdem ich würde sagen, dass ich ein zum Beispiel sehr kulturverliebter Mensch bin.
00:12:14: also jetzt im Sommer einige Vorstellungen bei den Festspielen oder gerade in Ischl genieße ich das auch sehr kulturell für statt mit vierzehntausend Einwohnern.
00:12:23: Unheimlich viel los ist es bei uns.
00:12:25: Das ist etwas, das mich glaube ich auszeichnet und da habe Genussmensch bin, der gern gut ist.
00:12:34: Der gerne was kurz trinkt.
00:12:35: Der Freundschaften genießt und pflegt.
00:12:41: Und ... ja, ich würde mir glaube es sogar als ein doch relativ gemütlichen Typ beschreiben so irgendwie.
00:12:51: Aber muss man da Barrieren abbauen?
00:12:53: Wenn man zum Beispiel mit jemandem freundschaftlich wird wenn man Priester ist oder ist das ganz normal?
00:12:59: Ja, das ist ganz normal.
00:13:01: Meine besten oder engsten Freunde habe ich ja eh nicht jetzt erst noch der Priesterweihe gewonnen natürlich sondern eigentlich schon vor oder spätestens während der Ausbildungszeit.
00:13:12: Zwar von meinen besten Freunden sind Matura-Kollegen von mir und war mein Sitz noch bei in der Schule.
00:13:19: Dann gibt es noch ein paar gute Freundschaften aus Innsbrucker Studienzeiten.
00:13:22: Wenn ich jetzt den E-Schild schaue, habe ich schon viele Leute mit denen ich mich gut verstehe auch Menschen Dinge besprechen kann, die eben nicht überall Platz haben können.
00:13:34: Wirklich aber so ganz intensive Freundschaften oder so haben sich hier bis jetzt eigentlich nicht entwickelt, würde ich allerdings ehrlich gesagt nicht dem... Würde ich glaube jetzt nicht meinen Beruf zuschreiben, sondern das ist etwas was einem geschenkt ist.
00:13:48: und ja, die paar guten Freunde, die ich habe, die kommen schon aus früheren Zeiten und vielleicht gesehen sie wieder mal wieder dazu, aber ja.
00:13:55: Aber ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass die Genere in einem Umgang mit Leuten oder auch Kontakte zu knüpfen.
00:14:02: Auch engere Beziehungen durch so eine freundschaftliche Natur irgendwie aufzubauen.
00:14:08: Das hat mit... Da ist mein Beruf wieder überhaupt kein Hindernis eher sogar förderlich weil man viele Menschen kennenlernt.
00:14:16: Und wenn man damit viel zum Reden hat?
00:14:17: Es ist für Menschen interessant mit ihnen einmal über ihren Beruf zu sprechen, weil es halt nicht alltäglich ist.
00:14:23: Ich würde trotzdem gerne noch mal zurückkommen in Ihre Kindheit, weil das so spannend ist was wir da gelesen haben.
00:14:28: Sie waren Ministrant und haben dann wirklich gewusst, dass es ihr Berufswunsch, wenn sie da zurückgehen?
00:14:34: Was haben sie da so toll gefunden?
00:14:36: Weil man musste dazu sagen Wir waren auch beide Ministranten Und uns hat diese Kirche nicht ganz so in den Bann gezogen... So wie das jetzt einmal keine Priester worden Genau!
00:14:47: Das finde ich sehr spannend, dass aus diesem Amt als Kind heraus wirklich diesen Mund entstehen lässt?
00:14:53: Ich
00:14:55: war einfach sehr fasziniert von aller Anfang an, von der ersten Messe über die ich administriert habe.
00:14:59: Von Liturgie also dieses äußere Zeremoniel auch den Kirchenrahmen und sich natürlich auch die Detailverliebtheit der katholischen Liturgien und so, die Formordnung, die schönen Gefäße gewähnt usw.. Das hat mich halt sehr angezogen und ich formuliere es einfach ganz gut durch diese Faszination am äußeren, die ein bisschen so die erste Liebe, nenne ich das jetzt entfacht hat.
00:15:27: Haut sich dann eben umso öder geworden bin und sonst dann in der Pubertät wo man sich ihm zunehmend immer versteckt oder hinter oder auch mehr in der Lage ist, sich da auch inhaltlich damit auseinanderzusitzen, hat mir das einfach sehr fasziniert und war für mich einfach schlüssig hat für mich viel Sinn gestiftet in meinem Leben, würde ich sagen.
00:15:53: Und dann ist ja auch noch dazugekommen, dass die Priester, die bei mir zu Hause waren im Matic-Hofen, das waren für mich einfach so viele gute Priestervorbilder weil ich mir dachte ob es so wie die leben was diese arbeiten mit ihnen ein Auto Gast dazu möchte ich auch lieben und so bin ich dann zu dem kommen.
00:16:11: vielleicht eh so ähnlich wie man sich ja vielleicht auch für andere Berufe begeistert wenn man einfach sagt Das, was der für ein Alter hat in seinem Beruf, das spricht mir einfach an.
00:16:20: Und so war es bei mir halt auch.
00:16:21: Aber es ist schon eine Ausnahme weil wir hatten auch tolle Pfarrer in unserer Heimatgemeinde aber sie werden immer weniger und jetzt müssen die Pfarrern ich weiß nicht fünf Gemeinden sozusagen betreuen und die Betreuung wird leider immer ein bisschen weniger.
00:16:39: Ist es nicht so?
00:16:40: Ja natürlich ist es so.
00:16:44: Das ist auch sicher ein Problem.
00:16:46: Andererseits, man muss das natürlich schon, würde ich sagen in dem größeren Kontext, denn da sind generell zumindest zahlenmäßig die katholische Kirche im Schmindenbegriffen ist.
00:16:57: Es wird einfach auch weniger Gläubige gibt und dadurch ist ja irgendwie logisch, dass weniger Leute sich dann für den Priesterberuf entscheiden.
00:17:04: Es ist natürlich trotzdem nicht so einfach zu sagen, wenn weniger Glläubige sind, brauche ich auch weniger Priester weil hier ja trotzdem, ich sage es nur, weil weniger Leute in die Kirche kommen, muss immer halt andere Betätigungsfelder suchen.
00:17:15: Das heißt ja nicht automatisch, dass weniger Arbeit ist.
00:17:17: Weil im Idealfall schafft man es ja oder das wäre zumindest das Bestreben ein bisschen missionarisch.
00:17:22: Ich traue mir schon dieses Wort zu verwenden irgendwie tätig zu sein.
00:17:27: auch wenn ich jetzt nicht behaupten wie bin jetzt der große Missionär aber eben zum Beispiel dass hier einen gewissen Teil meiner Zeit halt für den Religionsunterricht aufwände würde ich schon in diesem Fokus auch sehen Jugendlichen ein positives gutes Bild hat, auch durch meine Person so gut ich das vermag von Kirche abzugeben und damit bei denen vielleicht dann doch Interesse zu wecken.
00:17:51: Und Kirche hat doch etwas Positives Gutes was das Leben bereicheln kann dass diese es so wahrnehmen können.
00:17:58: Ja insofern sind sie ein Kürxfall für die Kirche.
00:18:01: und noch dazu haben Sie ja ein weiteres Thema das sich sehr intensiv betreuen und zwar die Karitas oder?
00:18:08: Intensiv betreine ich, dass wir in der Tiertfüße.
00:18:11: links gibt es ja gerade diese Struktureform am Laufen und da so ist man in jeder Pfarrer oder Pfarteilgemeinde wie sie dann heißt in der neuen Struktur.
00:18:19: So hat auch im Istel für vier, das ist eine theologische Theorien einigte jetzt einmal, dass es in vier Grundfunktionen von Kirchen gibt.
00:18:28: Das ist also Liturgie sprich der Gottesdienst Verkündigung, also dass der Glaube weitergegeben wird Die Gemeinschaft der Söcher, die auch irgendwie wichtig ist.
00:18:37: Und eben die Caritas, also eine irgendwie praktizierte oder institutionalisierte von der nächsten Liebe.
00:18:43: und da habe ich mich bereit erklärt dass ich diesen Bereich ein bisschen betreihe muss aber auch ganz ehrlich sagen das es gibt ja eh viele Menschen in Ischel die sich engagieren und es geht eigentlich mehr darum das ein bissel zu koordinieren wann Sammlungen sind für die Caritas usw.
00:19:01: Das sind den Fokus zurück.
00:19:04: Ich möchte auch, ich habe eben auch ein bisschen gemerkt, dass ich mich diesem Bereich zu wenig widme.
00:19:11: Weil es einfach viele andere Aufgaben gibt und das ist eben was wo gesagt, wo vieles auch etwas eh gut läuft und was ja nicht sofort merkbar ist wenn man's nicht so intensiv betreut.
00:19:21: aber das wäre zum Beispiel jetzt für das jetzt kommende Arbeitsjahr mit September beginnt ist für mich ein Wunsch, dass er mir damit ein bissel mehr widmen.
00:19:30: eigentlich
00:19:31: Was sind Ihre Lieblingsbereiche aus Ihrem Beruf, von denen Sie gerade aufgezählt haben?
00:19:36: Wenn Sie sagen können das ist ein bisschen zu wenig.
00:19:39: Was ist das was Sie richtig an Zug
00:19:41: haben?
00:19:42: Sicher Liturgie mit den Menschen Gottesdienst feiern und die Sakramente zu feiern.
00:19:49: Das ist halt auch meine Berufungsgeschichte geschildert habe.
00:19:53: Liturgien war einfach für mich das was die Faszination für Kirchen mir geweckt hat Und das ist schon bis heute so, dass Litergie für mich ganz was Wichtiges ist.
00:20:04: Das ist halt das eine und das andere, was ich schon sagen würde – es könnte man vielleicht am ehesten aus diesem Bereich Verkündigung nehmen, das ist ja dann einfach das Mitleben die Begegnung mit Menschen wobei das ja nicht immer so ist, da sie zum Beispiel jetzt vorgestern bei der... Da ist auch Ausstellung eröffnet worden im Staltmuseum.
00:20:23: Ich gehe da jetzt nicht hin und sage jetzt werde ich hier dann groß zum Verkünden beginnen sondern es geht ja darum dass man da ist, dass man ansprechbar ist.
00:20:31: Dass man ein bisschen bladert und das macht mir... Also eben, es ist halt schön, dass das bei mir eigentlich auch zu meinem Beruf dazugehört sich den Menschen zu widmen Und die Begegnung mit Menschen ist eigentlich in aller Regel was, was ich mir durchaus positive Energie freisetzt, sagen wir mal so, ja?
00:20:52: Jetzt ist die Kirche wie Sie sagen im Schwindel aktuell glaube ich auch etwas bezahlen betrifft.
00:20:57: aber das ist ja nichts ganz Neues.
00:20:59: Wenn wir jetzt noch mal ins Extreme gehen würden, was wird einer Stadtgemeinde mit Vibradischl abgehen wenn es eben keinen Pfarrer mehr gibt?
00:21:07: Wenn's eben kein mehr gibt der bei Ausstellungen dabei ist, Naber ist.
00:21:12: Der mit den Leuten die das gern haben Liturgie feiert.
00:21:15: Was ist da wirklich, was ist da Kern?
00:21:17: Was ist die Wichtigkeit dieses Amtes?
00:21:22: Dass man auf gut verweist und dass man darauf verweißt, dass das Leben nicht nur besteht aus Arbeit, aus Konsum und vielleicht auch aus Genuss.
00:21:38: Das sind ja alles Dinge die wichtig sind und schön aber eben das ist halt schon im Leben noch etwas gibt was tief vergehend ist was wir Christen Gott nennen Der Ur-Sinn, der Urgrund, die irgendwie das Leben ist.
00:21:58: Und ich glaube, dass man auf das Verweist... Dass man auf einen Sinn im Leben verweist,... ...der eben über die Panalität des Alltags, wenn es jetzt einmal hinausgeht und der ja gerade auch, wie ich schon behaupten eine gewisse Resilient stiftet sowohl in persönlichen Krisen Sei es aber auch... Man merkt ja schon zunehmend, ohne dass ich mich zu sehr in Politik abgleiten würde.
00:22:34: Aber dass das Extreme vermehrt zunimmt in ganz unterschiedlichen Formen und vielleicht ist das auch ein bisschen so eine Symptome von der Mitte eigentlich fehlt.
00:22:48: Und über dem Sagen die Aufgabe eines Priester oder was er leisten kann, ist halt immer auf das zu verweisen Ähm, ein ... Ja.
00:23:00: Einer zu sein der mit seinem Leben und mit dem was er sagt dann so einfach auf Gott verweist.
00:23:05: So irgendwie.
00:23:06: Ist es für Sie ein Glaube oder ein Wissen?
00:23:13: Ja, ein Glabe aber nicht in diesem Sinn.
00:23:15: das ist auch, es ist für mich keine ... Es ist schon eine Gewissheit, so würde ich sagen.
00:23:21: also ich lebe schon in der Gewisszeit.
00:23:23: Also wenn ich zum Beispiel daran denke Ich habe ja einen Ischtl mit einem, ich war ja neun Monate hier wird dann unser Stock vorgesteuem ist.
00:23:32: Der Christian Öler, das war ja doch sehr einschneidend und abgesehen von ... dass das natürlich das vorliche Leben sehr durcheinandergebracht hat.
00:23:41: Und er uns eigentlich jetzt noch schon fehlt.
00:23:45: Aber eben auch wenn man neun Monate zusammenlebt hier im Haus und so, dann ist es einfach auch ein Mensch der mir sehr geschätzt hat mit dem er zusammengeliebt hat, der am Weg stirbt.
00:23:54: Das war für mich ganz klar.
00:23:56: zum Beispiel Ich möchte wirklich sagen, es war ganz klar so eine Gewissheit, dass es ein Wiedersehen geben wird.
00:24:01: Das würde ich schon sagen.
00:24:02: Natürlich ist das ein Glauben oder in dem Sinne, ja, ich glaub halt immer und es wird wahrscheinlich so sein.
00:24:08: Es war für mich eine Gewißheit, daß wir uns wieder sehen werden.
00:24:11: Wo begegnet Ihnen Gott?
00:24:13: Das ist für mich jetzt nicht so eine abgehobene Frage, sondern wenn sich jemand wirklich diesem Leben verschreibt dann kann er mir vielleicht hier eine Antwort geben weil das ist ja trotzdem immer ... Wenn man eine gewisse Suche hat im Leben, wenn man die Religion spannend findet und man zu dieser Gewissheit noch nicht gefunden, dann ist es immer schön, wenn wir die Geschichten von anderen hört, die eben die Gewisskeit haben.
00:24:35: Wo ist Gott für sie im Leben sichtbar?
00:24:37: Fühlbar oder was auch immer?
00:24:41: In der Schönheit!
00:24:42: Heute ist der XXVIII.
00:24:44: Augusta in der Kirche der Gedenktag des heiligen Augustinus Zum Beispiel.
00:24:52: er nennt Gott auch oft Schönheit.
00:24:54: Augustinos hat ja auch ein Leben geführt, wo er wahnsinnig scheit unheimlich philosophisch gebildet aber hat letztlich eigentlich den Sinn im Leben nicht wirklich gefunden und diese eben dann doch durch seine Mutter die eine Gläubige Christin war irgendwie dann doch zum Glauben an Jesus gekommen und dann ist es so zu sagen irgendwie auch am Ziel seiner Suche gewesen oder sagt ihr Also spät habe ich dich geliebt, du Schönheit.
00:25:22: Und das kommt bei Ihnen immer wieder vor.
00:25:24: die Schönheit als etwas wo man Gott findet also etwas durch das sich Gott daraus drückt oder er nennt im Gott auch die Schönheid.
00:25:32: und es ist schon für mich was wo ich mir oft denke Schönheit hat ja keinen wirklichen Sinn.
00:25:39: und das ist eben für mich etwas was eben durchscheint dass ihm das Leben nicht nur irgendeiner Ablauf Biochemischen Prozessen oder irgend sowas natürlich ist, das weiß ich so.
00:25:52: Nur war nicht mir unser Bischof zum Beispiel sehr gerne, wenn man sich immer bewusst anschaut wie schön eine Blume ist, wie unglaublich detailliert es und wie jede anders ist und wie verschwenderisch eigentlich die Welt, die Schöpfung, nennen wir's die Natur meinetwegen gestaltet ist, dann ist das für mich schon was.
00:26:12: Wo ich eben in diesen kleinen Dingen die schön sind aber genauso, wenn ich am Krippenstau vor und am Tochter schaue.
00:26:19: Gut, es schwingt natürlich mittlerweile auch immer ein bisschen dieser Schmerz mit, dass der Gletsch einfach so herbergt wird.
00:26:25: Aber trotzdem so eine halbener Anblick und dieses verschwenderische, das wir oft in der Welt entdecken können, in der Schönheit – das ist nämlich schon ein Verweis auf Gute einfach nur!
00:26:38: Aber ist es für Sie vielleicht auch ein Teil der Schönheit unseres Glaubens, dass eben Gott diese Welt dann trotzdem sein lässt?
00:26:48: Dass eben der Gletscher verschwinden darf zum Beispiel.
00:26:54: Ich glaube da muss man natürlich auch sagen ja das Gottes sein.
00:26:57: Man muss natürlich auch so sagen, das ist ja eben ein normaler Ablauf von Prozessen die Gott in die Schöpfung hineingelegt hat Und so verändert sich die Landschaft halt immer wieder, das ist schon klar.
00:27:10: Ich würde das aber zum Beispiel jetzt gar nicht so sehr mit Gott verbinden sondern ich ärgert mir einfach dass wir Menschen in den letzten Jahrzehnten oder muss man wahrscheinlich auch sagen eigentlich seit der Industrialisierung halt einfach auf so breiten Fuß gelebt haben hat doch sich die Natur wahrscheinlich rascher verändert als unter normalem Umständen und man wahrscheinlich nie zuschauen konnte so schnell wie jetzt, dass da ein Gletscher wegschmützt.
00:27:40: Das ärgert mich dann ein bisschen und finde ich traurig.
00:27:45: aber ja...so ist es halt.
00:27:52: Warum glauben Sie, dass in weniger Generationen die Menschen den Glauben so verloren haben hier?
00:28:03: Ich muss kurz erklären, weil ich komme aus einer Familie, die gläubig ist.
00:28:06: Meine Große waren wesentlich gläbiger als meine Generation das jetzt ist.
00:28:11: Da war ein Urvertrauen da und einfach so eine Gewissheit da, dass es alles stimmt.
00:28:16: Und innerhalb kürzester Zeit ist das einfach passiert würde ich zumindest von außen zu sehen?
00:28:25: Schwierig darauf eine Antwort zu finden... Vielleicht muss man doch ein bisschen unterscheiden, dass halt viele Menschen nicht mehr so mit diesem institutionalisierten Glauben was anfangen können auch mit der Institution Kirche.
00:28:40: Auch mit dem Sprachduktus sage ich einmal wie wir als Kirche Glaubens ins Wort bringen.
00:28:49: Da merke ich einfach immer, man muss aufhören, dass man irgendwelche Phrasen trischt oder irgendetwas, das hat ihm vielleicht früher gut funktioniert aber... Man muss wirklich irgendwie sich wenigstens Mühe geben in einer irgendwie heutigen Sprache, die es ein bisschen zum Ausdruck bringen.
00:29:07: Und ich habe schon den Eindruck zB auch bei meinen Schülern, dass da ist schon so eine gewisse Grundreligiosität hier, eine Glaube an irgendwas Übernatürliches finden durchaus auch Sinn in der Bibel.
00:29:24: aber eben diese institutionalisierte Form bis zum Beispiel die Kirche Das zieht halt sicher weniger.
00:29:31: Aber natürlich wird schon noch sein, dass allgemein da der Glaube schwindet.
00:29:36: aber warum das so ist... Da muss ich ganz ehrlich sagen bin ich... Ich glaube es ist auch ein Phänomen, dass man sicherlich nicht auf eine Ursache zurückführen kann würde ich zumindest um einen guten Massen.
00:29:49: Wie zufrieden sind Sie eigentlich mit der Kirche im Allgemeinen, von der Spitze mit dem Papst bis sozusagen der ganzen Struktur, die es heutzutage gibt.
00:29:58: Das ist ja auch immer ein heikles Thema oder?
00:30:01: Ja, zufriedend!
00:30:02: Ich meine ich bin zum Beispiel jetzt mit Papst Leo und bin sehr zufriedent, bin sehr glücklich.
00:30:06: aber das Gefühl kommt ja eigentlich auch sehr gut an nämlich witzigerweise die Babeste, die ich erlebt habe bis jetzt Franziskos davor benedigt.
00:30:16: Johannes Baldur war in ihrer Kind.
00:30:17: Aber eben die haben halt Die haben nicht so breit alle abgeholt.
00:30:24: Ich bin zwar kein großer Freund dieser Einteilung, aber da wollen wir das einfach sagen wie mehr die konservativen oder mehr die progressiven usw.
00:30:32: Und bei Leo habe ich doch zumindest bis jetzt den Eindruck dass er eigentlich sehr breit alles abholt und dass eigentlich alle ganz zufrieden sind auch noch so viel mit ihm oder seine Botschaft hören.
00:30:42: Also Leo ist für mich wirklich ein Geschenk für die Kirche.
00:30:46: Ja und ich meine, ich liebe die Kirche.
00:30:48: Ich mag auch manchmal so ein bisschen Verstaubtes wenn ich und so.
00:30:52: Und ich glaube es hat an manches sicherlich ein bisschen einen Charme.
00:30:56: Was glaube ich einfach ein großes Problem von uns ist dass wir viel zu viele über uns selber nachdenken also nämlich über die Institutionkirche, über sich selbst und man sich intern herumstreitet wie immer was machen sowie usw.. Der Abt von Krems Münster, der Bein hat Eckersdörfer, hat das mal so schön gesagt.
00:31:14: Wir brauchen eine Christologische Wende.
00:31:17: Das hört sich jetzt sehr hoch gestochen an.
00:31:19: Das heißt aber nichts anderes als wir.
00:31:20: Wir sollen eigentlich mehr von Jesus reden und über Jesus noch denken.
00:31:23: Was heisst die Botschaft Jesu heute für die Menschen?
00:31:26: Und nicht uns eben nur die ganze Zeit mit unseren innerkirchtlichen Strukturen beschäftigen, herumstreiten wie man was machen soll... Die Kirche ist kein Selbstzweck, sondern die Zwecke der Kirche... ...ist Jesus und Jesus zu den Menschen zu bringen.
00:31:41: Da irgendwie eine gewisse Mittlerrolle zu übernehmen.
00:31:43: Und für das sind wir da.
00:31:44: Und wenn wir nur mal über uns selbst nachdenken und nicht mehr über Jesus und von dem den Menschen erzählen,... ...da machen wir etwas Falsches!
00:31:50: Ich glaube es ist ein gewisses Problem von uns ja.
00:31:53: Aber ich glaube das ist wahnsinnig schwierig bei einer Institution, die so alt ist.... sich selbst dann so Bedeutungsschwanger aufzuladen.
00:32:02: Und das ist ja auch die Diskubanz, einerseits will man Traditionen erhalten in der Kirche was total super ist.
00:32:07: also wir haben beim Herr van Aar gesagt es ist wunderbar dass diese Institution gibt die eben Kontinuität durch die Zeit durchzieht.
00:32:14: andererseits sagen sie man braucht eine Sprache die wieder den Menschen näher ist.
00:32:19: ich glaube das ist eine wahnsinnige Herausforderung beide Seiten so hoch hält, dass sie funktionieren oder?
00:32:27: Ja und vor allem es gibt so viel Schätze in der Kirche.
00:32:29: Ich meine rein die ganzen Kunstwerke-Gebäude, Traditionen, Rituale.
00:32:35: also das ist ja eine Bandbreite aus der man voll schöpfen könnte.
00:32:39: Natürlich ich meine glaube das tun wir auch.
00:32:43: Also ich glaube auch diesen Fehler darf man nicht machen.
00:32:45: Ich glaub das war ein bisschen mehr.
00:32:47: die Wann ist jetzt ein bisschen abgedrutscht und sagt die auch der sechziger Generation, die glaubt haben, wenn man zum Beispiel von einer Leichtungsprozession ganz schlicht macht.
00:32:55: Und so ... das ist aber eben eine Fehldingung zu dem Kind immer wieder mehr ein bissel weg.
00:33:04: Aber natürlich, also wir haben einen Schatz von eben auch von solchen Äußerlichkeiten, die helfen können sich für das zu begeistern zeigen, dass da um was Wichtiges geht.
00:33:16: Dass das was Sinnstiften des ist.
00:33:18: Wie gesagt auch ich selber bin ja als Kind durch so Äußerlichkeiten und Traditionen
00:33:24: usw.,
00:33:25: je wie sich das jetzt beschrieben habt oder zugekommen.
00:33:29: aber natürlich müssen wir dann halt immer schauen wie eben wie fühle ich das mit Inhalt?
00:33:35: Weil ich meine die Tradition nicht schätzen, eh noch viele Man braucht sich ja nur anschauen, Kommentare auch politischer Natur zu Christi Himmiforz und von Leichnam.
00:33:44: Da sagen immer, das ist eine schöne Tradition und unsere christlichen Traditionen sind uns wichtig.
00:33:50: Das ist eh schön.
00:33:51: aber Gentus ja trotzdem nicht nur ein Tradition sondern es verweist uns auf Jesus in unterschiedlichen Dimensionen seines Lebens seine Botschaft Und auf dies muss ich halt irgendwie kämen.
00:34:04: Dinge, die Traditionen und die Schätze, die wir hüten sicher etwas, was hilfreich ist.
00:34:09: Aber natürlich muss ich halt dann schon sprachfähig sein und halt irgendwie in der Lage sein auch aus dem, was inhaltlich Gutes herauszuschöpfen so würde ich sagen.
00:34:21: Hat man als junger Priester, der sie ja sind,
00:34:25: die
00:34:25: Chance seinen eigenen Weg hier zu finden?
00:34:28: Vielleicht einen anderen Weg ein bisschen zu gehen oder ist es sehr starre in der Institution
00:34:36: Wie man?
00:34:36: natürlich gibt es gewisse Dinge, die vorgegeben sind.
00:34:39: Das ist schon klar.
00:34:40: Ich glaube, man würde uns vielleicht sicherlich auch manche Freiheiten lassen
00:34:43: z.B.,
00:34:44: dass ich so viel in die Schule gehe.
00:34:46: Ist ja auch nicht selbstverständlich.
00:34:48: Es ist aber auch nicht so, dass ich das immer alles jede Stuhlstunde, die vielleicht dazu nehme oder so ... Dass ich das im Alles obsprich.
00:34:55: Ich muss sagen für mich ist das auch nicht ... Weil ich sage viele institutionalisiertes was das zum Beispiel bedeutet, Kaplan zu sein.
00:35:04: Das gefällt mir auch.
00:35:05: Ich habe eigentlich auch immer gesagt, schon im Priester-Seminar so, ich hab jetzt nicht die total neue Idee was es bedeutet, katholischer Priester zu sein sondern ich habe mich eigentlich schon immer gesehen als ein Landpfurer.
00:35:17: also ich habe immer in Link zu den Wörse müsste ich jetzt nicht unbedingt sein.
00:35:22: aber gut wenn sie mal so kind wird auch das sich... Aber gut, das ist jetzt nicht so eine Frage, weil irgendwo so ein klassisches wie man das so kennt im Grundsätzlichen, es hat mich eigentlich schon immer angezogen und natürlich halt das dann so zu interpretieren in der persönlichen Amtsführungsschwerpunkt-Sitzung.
00:35:42: Dass man eben irgendwie versucht, dass was notwendig ist heutzutage gut da hineinzubringen.
00:35:51: aber grundsätzlich bin ich von diesem... also wie gesagt gut behäumertet in diesen klassischen Strukturen.
00:36:02: Also insofern ist bei dich auch wieder ein Glücksfall, muss man sagen oder?
00:36:05: Ja natürlich!
00:36:07: Ich meine es ist vor allem Ischel hatte natürlich schon den Charme dass Ischl eben durch dieses ländliche hört viele Traditionen.
00:36:15: Man kennt sich einander eigentlich doch... ich würde das natürlich nicht behaupten, dass ich im Menschen keinen Ischle aber ich würde doch behaupte man kennt sich so im Großen und Ganzen.
00:36:24: Das ist jetzt nicht übertrieben anonym hier.
00:36:27: Und trotzdem hat Ischel natürlich, wie ich schon gesagt habe vorhin für statt mit vierzehntausend Einwohner eigentlich eine unheimlich... Ich weiß nicht, ob urban das richtige Wort ist.
00:36:36: Aber vieles was schon im städtischen Kontext man auch zu schätzen weiss eben vor allem was sie kulturell so tut und so weiter.
00:36:43: Der Bischof Maximilian Eichangott hab in Selik halt ja Ischl ganz gerne als die kleine Weltstadt bezeichnet und ich finde es trifft's eigentlich ganz gut weil in Ich will nicht sagen, man trifft die ganze Föder.
00:36:55: Aber wenn ich auf beim Zahnar vorbei gehe und dann sehe, ob ich da wieder so drin sitze, teilweise denke ich mir an einen Ischel ist schon wirklich immer was los.
00:37:01: Jeder kennt Ischl.
00:37:02: Man muss so sagen jeder mag Ischle irgendwie.
00:37:04: Wenn man weiß, wo mein Ischler ist, sagt mein Ischl!
00:37:07: So schön!
00:37:08: Und ja, das habe ich schon gut erwischt.
00:37:11: Wobei ich witzigerweise am Anfang gar nicht so... ...ich hab mir ein Ischeln jetzt selber ausgesucht Sondern es war halt der Studium fertig und dann wurde ich heute auch mal links war ein Gespräch mit den Chefitäten und da ist mir nicht mitgeteilt worden, ich komme in die Stadt fahre bei Ischel.
00:37:25: Und ich war dann nicht so glücklich weil ich habe Istler vorhin natürlich schon gekannt auf mich war eigentlich immer im Salzkammer kurz herinnen das ist ja auch ganz anders Oberösterreich und die Leute sind ein bisschen anders um... und ich glaube das würden eh die Istlers selber würden das auch sagen dass es so ist.
00:37:41: nur dass dies positiv ist und seitdem umso länger hier bin umso mehr weiß ich eben genau das was mich vorher ein bissel Abkriegt.
00:37:48: hat er eigentlich, um so mehr zu schätzen.
00:37:51: Und ja eben aber das ist ihm oft ganz witzig, weil ich schau auf dass Kürbter hergut führt einen und auch wenn nicht immer es sich so läuft wie man sie am Anfang vorstellt kommt dann doch meine Erfahrung noch eigentlich immer... Was Gutes hat aus ihm so wie immer am Anfang gedacht, warum ist er?
00:38:06: Warum nicht irgendwo im Mühviertel oder dort und da.
00:38:10: Und jetzt bin ich sehr glücklich und mich gar ins Anderssein.
00:38:13: Aber das klingt irgendwie so als wäre es schon sehr gelenkt von der Kirche wer wohin kommt oder so wird man auch eingeteilt.
00:38:20: und kann es jetzt auch sein dass sie jetzt demnächst woanders hin berufen werden?
00:38:24: Ja natürlich also vom jungen Priester ist es schon so, dass man das jetzt nicht selber sagt tut mich dich hin Posten gesucht werden, so nenn ich sie jetzt einmal.
00:38:36: Die auch einfach ein gutes Umfeld bieten für einen jungen Priester, dass man mal gut einewachsen kann.
00:38:43: Später dann ist es schon so das man sich auch... Es gibt zum Beispiel auch gewisse Befahren, das verändert sich auch alles.
00:38:50: aber grundsätzlich gibt's ja schon, dass irgendwo eine Gefahrrempension geht und das ist halt dann ausgeschrieben wie man so sagt.
00:38:56: Wie eine ganz normale Stelle und da kann man sich danach bewerben.
00:38:59: also später kann man schon etwas mehr sicherlich Einfluss auf das Niemand, wo man ist.
00:39:05: Jetzt siehst du sowieso mal so, dass ich schon... Das ist brutal, wenn ich sogar auf Abruf hier bin, aber wo mit jedem Arbeitsjahr es wieder sein könnte, das heißt du, das war vielleicht gut und mir war anders und dort war auch was frei oder so irgendwie.
00:39:19: Jetzt haben Sie ganz am Anfang gesagt ihre Mama war gar nicht gläubig!
00:39:24: Wie hat sie denn reagiert auf diesen Berufswunsch?
00:39:26: Auf diese Wahl und dann später wirklich die Entscheidung ein Leben Gott zu widmen?
00:39:33: Ja, sie hat das eigentlich immer unterstützt.
00:39:35: Ich war, denke ich, froh, dass ich grundsätzlich einen Beruf vor Augen habe.
00:39:41: Sie hat mir im Nachhinein schon gesagt, dass sie da schon ihre Sorgen gehabt hat, skeptisch war.
00:39:48: Das hat sie mich aber nie spüren lassen.
00:39:51: und jetzt ist es eigentlich schon so, dass sich sehr froh ist, was gefunden hat, was mir passt.
00:39:56: Und sie sagt an manche, wenn ich mich woher lebe, meine ich zum Beispiel mal zu Hause ein Begräbnis heute oder sowas, da ist sie schon eigentlich sehr angetannt.
00:40:04: und dann sagt es ist gefreut so, weil sie einfach merkt die habe wirklich genau den Beruf ergriffen oder bekommen der einfach passt zu mir und die macht das gut.
00:40:12: und da ist sich eigentlich glücklich dass ich ja eben, dass ich etwas am Beruf hab, die für mich nicht eine lästige Arbeit ist sondern der mich erfüllt und genau so ist.
00:40:21: es
00:40:22: gibt es trotzdem im Moment des Zweifels.
00:40:27: Die Frage ist ja sicher schon hundertmal gestellt worden, weil das ist glaube ich immer das wenn man jemanden trifft der ein Leben so etwas widmet dann kann man das vielleicht von Außen oder Außen oft gar nicht verstehen.
00:40:39: aber ist es bei ihnen hundertprozent in Stein gemeißelt?
00:40:42: dass das da richtiger Weg ist?
00:40:45: Ja würde ich schon sagen.
00:40:46: Perfekt.
00:40:49: War er einteutig beantwortet oder?
00:40:51: Absolut!
00:40:52: Aber da war auch nie der Wunsch nach Familie zum Beispiel und so weiter.
00:40:58: Ich habe ja schon relativ früh gewusst im Hauptschuhe Alter, dass ich Priester werden will und das mit dem Zulibat verbunden ist.
00:41:09: Ich muss aber schon sagen, dass es in der Hacken mal eine Phase gegeben hat, wo ich sehr verliebt wurde ... Ein Gebeteter, der wie man sagen will mich heute nicht erhört hat und ja.
00:41:27: Was für sie waren das anders gekommen wäre, weiß ich nicht ob dann... Ob dann jemanden stütte sich auch gar nicht so existenziell die Fragen mit... Mit fünfzehn Jahren oder so.
00:41:37: Ja wann ich jetzt mal mit der gehe?
00:41:40: Oder sowas da muss ich mir ganz einander im Beruf überlegen oder so.
00:41:43: Das ist doch noch nicht so ganz Ding.
00:41:44: Aber eben es hat sich dann zum Beispiel dies ähnlich so hergegeben.
00:41:50: Ja und mittlerweile ist es so, dass ich gerne allein lebe wahrscheinlich auch weil ich es so gewohnt bin.
00:41:58: Und die wird schon ein bisschen behaupten immer in der Kirche ist ja der Sprachduktor schon so... Dass er natürlich bald nicht etwas ganz Orges ist was man den Männern die das wollen aufzwingt Sondern dass das schon nach Eposism und Summen berufen ist.
00:42:11: Die Kirche wählt ihre Priester aus den unverheiratet lebenden Männern aus.
00:42:14: So wars offiziell eben Codex glaube ich Eben Und ich würde schon behaupten, dass ich sowieso ein Anderer gibt.
00:42:24: die Berufen sind zur Familie, Väter zu werden, Mütter zu werden.
00:42:28: Was ja auch ganz wichtig ist.
00:42:30: So würde ich schon behalten, dass sie eher dazu berufen bin, dass sich alleine bin – ich denke mal das oft nach einem anstrengenden Arbeitstag, wenn man viel los war und noch Termine Und dann ging ich mich nach oben, da war das jetzt vielleicht ein bisschen brutal an und wahrscheinlich ist es auch, weil ich jetzt so gebunden bin.
00:42:46: Aber ich denke schon manchmal waren jetzt noch meine Frau dort und die Kinder und die fordern dann auch noch Aufmerksamkeit und Dinge.
00:42:52: Dann kommt es halt nicht um.
00:42:55: Ich bewundere die Leute, Ich würde jetzt nicht die Diskussion aufmachen, dass die Frage ist Kinder- und Familiearbeit.
00:43:03: Das
00:43:05: mache ich andersher.
00:43:07: Die Kanzler?
00:43:08: Ja genau!
00:43:11: Also ich bewundere das aber ich denke schon oft, ich bin wirklich zu dem... wahrscheinlich hieß es auch weil ich es mittlerweile schon so lange gewöhnt bin, aber ich würde doch überhaupt nicht eher berufen dazu allein zu sein.
00:43:21: Und ich bin natürlich so.
00:43:22: Aber ich finde es trotzdem interessant, dass es dann doch zum Beispiel einen Tomfahrer gibt der da mit anderen Problemen hadert.
00:43:31: Ja eben ich meine das lernt uns ja auch die Erfahrung dass es ihm durchaus Priester gibt, die dann irgendwann das nicht mehr als richtig erkennen oder die vielleicht auch übermand sind von...eben weil man sie verliebt?
00:43:45: Oder sonst irgendwas?
00:43:47: Ich würde schon behaupten, dass das trotzdem immer noch eine bewusste Entscheidung ist.
00:43:52: verheiratet bin, sage ich auch du und nur du bist der Tod und entscheidet.
00:43:57: Und kann ja nicht sagen, jetzt bin ich überverliebt oder die gefällt mir auch so was und dann ... So funktioniert ja Ehe eigentlich auch nicht.
00:44:05: Und insofern ist das schon noch für mich eine Frage der Traue und auch der Traut zu versprechen, dass man mitgehen hat genauso wie in der Ehe.
00:44:12: halt, gell?
00:44:14: Ja!
00:44:14: Und wann es Mitbrüder gibt, die halt für sich einen anderen Weg sehen.
00:44:19: Ich habe versprochen, nicht zu heiraten.
00:44:21: Aber ich tu eh nicht heiraten, aber als Andere nehme ich mir schon heraus, dass wir uns eine Idee mit einem gewissen Verein bauen bzw.
00:44:27: mit dem Bischof ... Für mich war das nix.
00:44:32: Ja!
00:44:32: Es ist doch schön, wenn man so überzeugt sein kann von einem Lebensweg.
00:44:36: Das gibt es in wenigen Berufen.
00:44:37: Also es ist doch dem Anschauen nach Berufung?
00:44:42: Ja, würde ich auch so sagen... Ich sag das ja gar nicht irgendwie aus arrogant oder was, ich bin berufen und es geht's ja gar ned.
00:44:48: Sondern ich glaub die Erfahrung ist natürlich, wo es vor allem mit dem Beruf gut ist, wenn sich das einstellt aber dass im Sicherheim in anderen Berufen gibt, zum Beispiel meine Mutter war Lehrerin.
00:44:57: Die sagt auch, weil diese ist ihre Berufung gewesen sie hat das einfach wohl keiner über der Behaupten, dass ihre Schüler sagen würden, dass das ihre Berufungen war.
00:45:05: Und es ist sicher schön, wenn man eben etwas findet, wo eine Leidenschaft die persönlichen Fähigkeiten zum Beruf machen kann.
00:45:12: Gibt es eigentlich etwas, was für einen Priester, für einen Kaplan schwierig ist in dieser Tätigkeit?
00:45:18: Oder eine andere Frage.
00:45:20: Lieber Hochzeit oder lieber Begräbnis?
00:45:25: Das ist wirklich sehr spannend!
00:45:26: Hier haben wir das auch vorher dacht.
00:45:32: Hochzeit... also ich muss ganz ehrlich sagen früher hätte ich sicher sogar anfangs sicher gesagt Begrävnis weil Begrämnis ist ja natürlich wann jetzt Was ganz furchtbar tragisch ist, sagen wir mit einem jungen Menschen oder Unfeuer.
00:45:46: Das ist natürlich dann mega-challenge.
00:45:49: Aber die größte Teil der Begräbnisse sind auch die angehörigen Tragik
00:45:55: usw.,
00:45:56: aber das geht irgendwann überhaupt schon relativ leicht von der Hand.
00:46:03: Und ist dann sicherlich auch weniger Aufwand, wird zum Beispiel Hochzeit, wo man das so als doch etwas ausführlicher vorbereiten muss mit dem Paar ein bisschen auseinandersetzen.
00:46:12: Natürlich muss ich mehr bei einem Verstörbenden mit seiner Biografie auseinander sitzen aber Hochzeit bedeutet durch mir Aufwand.
00:46:18: Trotzdem würde ich sagen z.B.
00:46:21: eben auch bei Taufen, wenn man sieht wie sich die Gefreien über das Kind und Und waren dann die Oma's, Tränen in den Augen haben oder so.
00:46:29: Oder bei der Hochzeit die Mütter.
00:46:30: und ich habe letztens wieder ... Ich hab' letztens ein Paar.
00:46:34: Das war keine Hochzeit, das war eine Segnung.
00:46:37: Weil die Brault war schon wirklich verheiratet.
00:46:39: Jetzt konnten sie nicht mehr offiziell heiraten und jetzt sind sie halt nur... Was heißt nur?
00:46:43: Jetzt haben wir halt eine Segnung gemacht!
00:46:47: Und man hat einfach auch, wenn man die Love Story von denen kennt Und wenn man sieht, wie sich die angeschaut haben und wie viel Liebe da in denen eine Augen war.
00:47:01: Das ist dann schon sehr ergreifend, sehr berührend.
00:47:06: Es macht alles irgendwie Freude.
00:47:08: und auch, wo muss geführt werden?
00:47:09: Ich habe jetzt ein Begräbnis gehalten, das was ich mochte, aber vielleicht etwas tröstlich für die Angehörigen.
00:47:14: Sie bedanken sie, sie haben das Gefühl, ich hab das Leben des Verstorbenen gut gebürtigt.
00:47:18: Auch das erfüllt irgendwie... Irgendwie mit Sinn.
00:47:24: Also schwierig, würde ich sagen so diese klassisch- Schwierig sind mehr so interne Sachen wie es eh vorher schon gesagt hat, wo man im Kirchen intern sich furchtbar viel mit sich selber beschäftigt.
00:47:34: also wenn wir von etwas weniger möchte in meinem Priesterleben dann sind das Sitzungen und Besprechungen.
00:47:39: Das ist wirklich oft mühsam.
00:47:41: Gibt's auch viel Bürokratie eigentlich?
00:47:44: Ja Bürokriti... Es gibt schon viel Bürokratie wobei mit dem hab' ich jetzt nicht soviel zu tun, das machen eher unsere Leute im Büro.
00:47:52: Aber es gibt viele Sitzungen, es gibt viel Besprechungen und das ist halt schon oft mühsam.
00:48:03: Man stellt sich manchmal die Frage, ist es auch immer oft notwendig?
00:48:08: Es geht in der Kirche sehr tierter Trend in die Richtung, dass man alles in Gremien übergibt.
00:48:12: Es soll nicht mehr Einzelne sein als Priester oder sonstige Leute soviel Verantwortung haben.
00:48:17: Es wird alles in gremien.
00:48:18: Das hört sich alles schön an und schön demokratisch.
00:48:21: Und langsam?
00:48:22: Ja, langsam, mühsam und zeitrabend.
00:48:28: Also ich bin da nicht so... Es geht ja darum, dass ich sage, ich bin Priester, ich schaue auf Abend um.
00:48:32: das geht es gar nicht!
00:48:33: Es geht nur drum, dass es eben einfach im Zeitrahmen mühsam ist, wenn alles wegen jeden Schmoren in Gremien besprochen werden muss und jeder hat seine Meinung dazu.
00:48:46: Ich gehe schon manchmal aus der Besprechung in die Sitzungen raus und denke mir, wieso ... das war sinnlos jetzt.
00:48:52: Aber das ist ja so.
00:48:55: Bei mir schwingt immer eine Frage noch mit, weil glauben kann man eigentlich auch alleine und im Stillen?
00:49:00: Haben Sie erleben wirklich Gott und Jesus gewidmet oder haben sie es den Menschen eigentlich gewidmelt?
00:49:07: Das würde ich nicht trennen.
00:49:08: Überzogen, ausgespannt zwischen Himmel und Erde bei der Priesterweihe verspricht man, wenn ich die Formulierung ein bisschen zusammenfassen darf in selbstloser Hingabe Gott um den Menschen zu dienen.
00:49:20: Also... Und das ist sehr hoher Anspruch, selbstlose Hingaben da ist es sicherlich auch für mich noch ein weiter Weg hingehen.
00:49:28: Ja, Gott um dem Menschen also das würde ich so nicht trenne die Beziehung zu Gott total vernachlässig, werde mein Beruf nicht gut machen.
00:49:38: Und genau so gehört es ihm dann auch dazu, das mit den Menschen zu leben und so weiter.
00:49:44: Also ich würde so ausgespannt zwischen Himmel und Erde.
00:49:47: Das war mein Predigtema zum Maria Himmelforten.
00:49:49: Ich glaube, das passt auch da ganz gut um das ins Wort zu bringen.
00:49:53: Haben Sie Vorbilder?
00:50:00: Würde ich mittlerweile fast nicht mehr sagen.
00:50:03: Es gibt natürlich viele Menschen, die mich inspirieren.
00:50:06: Z.B.,
00:50:08: Zum Beispiel Babs Benedikt.
00:50:09: Josef Ratzinger ist schon so eine Figur, vor allem seit der logisches Denken.
00:50:14: Mein früherer Heimabfuhrer, der mich eben sehr geprägt hat, sicherlich auch ein Vorbild, aber ich habe heute viele Sachen mit denen gekannt, man kann das machen und so.
00:50:23: Eben deswegen gibt es sich für viel Menschen die mir inspiriert haben, die mir begeistert haben, wo ich mal was mitgenommen hab.
00:50:28: Aber so richtige Vorbilder wo ich sage denn wie würde ich nach einfach nur da so gibts keine?
00:50:32: Ja außer Jesus natürlich noch!
00:50:35: Der ist schon da... der Meister, wie man so schön sagt im biblischen Doktus.
00:50:39: Wenn Sie einmal in hoffentlich vielen Jahrzehnten dieser Welt verlassen, was möchten die bewirkt haben?
00:50:48: Dass ich Menschen in der Freundschaft mit Jesus begleitet habe und hoffentlich auch durch einige Menschen da erst hingeführt habe, dass die Menschen durch mich ein bisschen näher zu Gott gefunden haben irgendwie in die Richtung.
00:51:05: Wunderschön!
00:51:06: Letzte Frage Vom einer Seite zumindest.
00:51:10: Wenn man so intensiv glaubt, wie stellen Sie sich dann das Leben nach dem Tod vor?
00:51:18: Das ist etwas, worüber wir nur in Bildern sprechen können.
00:51:21: Es macht ja auch die Bibel und eben von den Dingen, die mir viel Freude machen im Leben stelle ich mir halt auch die.
00:51:27: Dann dort irgendwie in vollendet der Form oder aber auch immer.
00:51:31: Zwar Bilder gefallen mich natürlich schon besonders gut.
00:51:34: Das ist ein großes Mal.
00:51:36: Das ist z.B.
00:51:37: eine Seier-Fünfundzwanzig, nicht wie ganz gerne bei Begräbenissen, man so heißt ja, der war gern im Gesellschaft, er war keinem Gost, aus dem er hat keinen gut gießen, was ihm heißt wird am Ende der Tage wird es geschehen und daher wird für alle Völker auf diesem heiligen Berg den Ziel um ein Festmahl geben von fetten Speisen und erlesenen Weinen.
00:51:55: das finde ich ein schönes Bild.
00:51:58: Und natürlich da der Zeremonieir vor unserem früheren Bischof Franz Trauner, das ist schon lange her jetzt mal der Schickelberger, der so immer gesagt hat zum Wunderpriester ein wenig so kreppern ist.
00:52:09: Wie kann man das vorstellen?
00:52:10: Und er hat gesagt... Der Himmel ist ein großes nie endendes Pontifikalamt!
00:52:17: Also eine große Liturgie sozusagen und wir glauben diese eigentlich auch in Liturgien.
00:52:22: also wenn wir am Mess feiern dass da schon der Himmel etwas offen steht.
00:52:28: und insofern Ist es für mich schon, wenn man in Ischel ein großes Hochamt haben mit, wo viele Leute da sind?
00:52:35: Wo viele Ministranten da sind.
00:52:36: Wo wir uns schön anziehen und die Leute sich schön anziehen.
00:52:39: Wo der Chor auch mit dem Orchester eine schöne Mozartmiss singt.
00:52:42: Da steht's wie mich der Himmel schon offen, wo ich mir denke wann das dann da oben immer so weitergeht.
00:52:47: Eigentlich eine schöne Vorstellung.
00:52:48: Ja
00:52:49: doch nur eine Frage!
00:52:50: Ich hab's gewusst!
00:52:53: Weil das ist wunderschön alles.
00:52:54: Diese Bilder sind wunderwunderschöne, die man sich da vorstellt.
00:52:57: und jetzt sprechen sie den Berg Sion an der ja in Jerusalem ist.
00:53:02: Ich war dort Und ich habe es wahnsinnig schön empfunden diese ganze Energie und ich hab das Gefühl gehabt jeder ist glücklich dort zu sein Jüdische Menschen, muslimische Menschen Christen aber alle nicht gemeinsam.
00:53:17: Warum schaffen wir Menschen das nicht?
00:53:20: Weil es war wirklich so, jeder in sich im Gruppen.
00:53:22: Aber ich habe das Gefühl gehabt, jeder andere stört.
00:53:24: Warum ist dieser Glaube trotzdem teilweise etwas Trennendes?
00:53:30: Ja weil es natürlich im Glauben, würde ich jetzt schon sagen, im Glaben geht's natürlich auch um die Wahrheit und insofern ist es auch klar dass ihr nicht sagen kann, es ist alles wurscht.
00:53:44: Und natürlich wirds problematisch, wenn das so ist wie es ja auch in der Geschichte geschehen ist, wie es vielleicht immer noch geschieht Wann eben dann dieser Anspruch auf eine religiöse Wahrheit zu Gewalt führt, zu Krieg führt.
00:53:59: Das ist natürlich auch schon mal an, um es ein bisschen einfach auszudrücken.
00:54:03: Warum schoffen wir das nicht?
00:54:04: Das ist für mich halt schon einfach ein Bild, wo – und vielleicht auch auf das noch einmal zurückzukommen, was ein Priesterbewirken so etwas gesagt hat ein bisschen die Mitte fehlt, wann Gott fehlt und das Sinn fehlt.
00:54:16: Wir erleben einfach gerade in diesen Episoden, dass wir Menschen nicht zum Beispiel einfach nichts zusammenbringen, dass kein Krieg mehr gibt auf der Welt.
00:54:22: Und wenn irgendwo dann wieder ein bisschen des Feuer erlöschen ist, bricht es woanders wieder aus.
00:54:27: Das ist für mich einfach ein Zeichen – Die Welt ist einfach unvollkommen!
00:54:32: Es ist hier noch nicht fertig, es ist hier einfach unfallkommen und wir Menschen werden's auch nie schaffen.
00:54:41: Das sehen wir auch einfach.
00:54:42: Das lehrt uns die Geschichte, dass es irgendwann einmal hier vollkommen wird auf der Bord und das stimmen wir dann so vor, dass ich immer im Jenseits in der Gemeinschaft mich Gott im Himmel wäre, wenn man das bezeichnen will, dass dort schon wirklich Vollkommenheit herrscht, dass das alles einmal zu einer guten Vollendung geführt wird
00:55:07: Sehr schön.
00:55:09: Ja, absolut!
00:55:10: Nach zwei letzten Fragen, wie der Peter das formuliert hat, haben wir auch unsere Zeremonie von zwar unseren Wordrap mit vier weiteren letzten Fragen und die sind aber wirklich bitte ganz kurz zu beantworten.
00:55:21: Im Salzkammergut schmeckt mir?
00:55:28: Da würde ich Sie freuen.
00:55:31: Aber uns auch keine Sorge ist schon was für Besten im Salzkammern gut sagt man nicht.
00:55:38: Dass kein Zug noch Salzburg gibt
00:55:43: Ja, stimmt.
00:55:45: Im Salzkammergut fehlt mir?
00:55:57: Also ich muss sagen nichts.
00:56:01: Das ist gut!
00:56:02: Sieh mal unseren Lieblingsantwort und am Salzkammerngut ist das Allerwertvollste.
00:56:11: Die vielen wunderschönen Traditionen, die Menschen, die diese Tradition mit Leben erfüllen.
00:56:18: Wunderbar, ein wundeschönes Gespräch.
00:56:20: Vielen Dank auch für die Zeit.
00:56:23: Ja, ich sage auch danke für euer Interesse fürs Kommen und wo er spannend und eine schöne Erfahrung.
00:56:30: Wunderbar!
00:56:31: Danke fürs Zuhören.
00:56:32: wir hören uns nächsten Dienstag.
00:56:33: Netzwieder ist eine Produktion von Steinerfamilie Entertainment und der Zettelhofer.
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