Episode 109: Der Direktor, der Leben rettet – Christoph Preimesberger
Shownotes
Ein Schuldirektor, der seine neuen Schülerinnen und Schüler persönlich über den Hallstättersee rudert. Der eine der außergewöhnlichsten Schulen Österreichs leitet. Und der als Bergretter Menschenleben rettet. Das ist Christoph Preimesberger.
Er ist Direktor der HTL Hallstatt, Landesleiter der Bergrettung Oberösterreich und durch und durch Hallstätter. In seiner Schule lernen rund 450 junge Menschen, wie man Möbel, Musikinstrumente und seit Kurzem sogar Holzboote baut. Und warum traditionelles Handwerk gerade in Zeiten von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz eine spannende Zukunft hat.
Mit Robert und Peter spricht Christoph über seinen ungewöhnlichen Lebensweg, seine Rückkehr aus der Wirtschaft nach Hallstatt und die Frage, was eine wirklich gute Schule ausmacht. Er erzählt von seinen Schülerinnen und Schülern, von der Bedeutung des Ehrenamts und von einem dramatischen Bergrettungseinsatz am Dachstein, bei dem er und seine Kameraden selbst an ihre Grenzen kamen.
Eine Folge über Leidenschaft, Verantwortung, die Kraft der Berge und einen Mann, der sich mit unglaublich viel Herzblut für Menschen einsetzt. Inspirierend, spannend und manchmal auch ziemlich lustig. Eben typisch ned zwida!
Transkript anzeigen
00:00:00: Nichts wieder, der Salzkammergut Podcast von und mit Robert Steiner und Peter Zeitruf aus.
00:00:05: Servus!
00:00:06: Heute mit Christoph Primesberger dem Direktor de Hattel-Haltstadt.
00:00:09: Bis leigenartig war man frisch schon an der Schule anfängt und man hat noch Kollegen die eigentlich einmal unterrichtet haben.
00:00:15: aber man gewöhnt sich sehr schnell.
00:00:17: mittlerweile haben wir schon Schülerinnen und Schüler da wo wir schon die Eltern unterrichtete haben.
00:00:22: also auch das kommt vor.
00:00:23: aber in Summe Passt das sehr gut und wir haben eine rechte familiäre Atmosphäre.
00:00:27: An seiner ehemaligen Schule begleitet er junge Menschen auf ihrem Legenshandwerk, und übernimmt als Landesleiter der Bergrettung Oberösterreich auch am Bergverantwortung
00:00:36: für andere.
00:00:37: Also erstens freue ich mich über jeden, der im Berg geht weil einfach weiß was das für Kraftspendende und tolle Sache ist.
00:00:44: Auf die anderen Seite wenn ich mir etwas wünschen darf dann ist es dass man diesen Berg in einer gewissen Demut begegnet auch sich selbst und dann verantworten für sich selbst übernimmt.
00:00:55: Und gut erklärt, was ist für mich möglich oder nicht mehr möglich?
00:00:59: Grüß dich Wetter!
00:01:00: Was Robert, bist du gerne in die Schule gegangen?
00:01:02: Ja eigentlich schon, muss man schon sagen.
00:01:04: Im Nachhinein, man verklär der dann immer alles wird's immer schöner.
00:01:09: Stimmt,
00:01:09: hat für dich jede Schule oder deine Schule wenn du zurück denkst einen gewissen Geruch?
00:01:13: Ja, seitdem definitiv.
00:01:15: Vor allem nicht durch den Geruch sondern auch du bist ja sofort zurückversetzt wenn es in die Schule wieder geht.
00:01:21: Heute ist es uns so gegangen und wir sind in einer Schule.
00:01:23: Vielleicht ist das ein Angstschweiß.
00:01:24: könnte sein?
00:01:25: Nein, nein!
00:01:26: Das geht's dir gar nicht.
00:01:27: So schlimm ist es mir das jetzt nicht mehr.
00:01:29: Früher hat sich ein bisschen ein Angst-Schweiß mitgespielt in meiner Schule zumindest war er eine andere Zeit.
00:01:34: Robert ich habe einen Inter natürlich heute wieder vorbereitet für unseren Gast.
00:01:39: Wir sind in der HTBLA-HTL in Haltstadt und pass auf.
00:01:43: In dieser Schule geht man am ersten Tag nicht hinein, man wird hergerudert im Holzboden über den Haltstädtersee vom Direktor persönlich.
00:01:51: Christoph Breimesberger war Selbstschüler an der HTL Haltstad hat in Linz Betriebswirtschaft studiert und ist dann zurückgegangen weil ihn wie er sagt der Dachstein gerufen hat.
00:02:02: Heute leitet er die Schule, in der Geigen nach Stradivare und Boote nach Salzkammergutart gebaut werden.
00:02:08: Und nebenbei die Bergreitung Oberösterreich mit achthundertfünfzig Ehrenamtlichen.
00:02:13: Wir reden mit ihm über Sturm am Dachstein, über zehn Jahre Kampf um eine Bootspauschule und über die Frage warum junge Menschen aus ganz Österreich in den touristischen Ort des Landes kommen, um hier mit ihren Händen zu arbeiten.
00:02:26: Christoph Breimesberger, der Direktor der Schule hier wo wir sind herzlich willkommen im Salzkammergurt Podcast!
00:02:32: Herzlich willkommen in der HTL Hallstadt.
00:02:33: Freut mich, dass ihr bei uns seid und ich euch zeigen darf, was wir hier so machen.
00:02:37: Zwei Sachen gleich vorweg!
00:02:39: Danke, du hast uns eine wahnsinnige Führung gegeben durch dieses unglaubliche... Ich würde fast sagen durch den Stadtteil von Hallstadt Weil es ist ja nicht nur ein Gebäude.
00:02:51: Nein, wir sind ja auf mehrere Gebäude aufgeteilt mit ein Theorie-Gebäude, Werkstättengebäude an eigenen Internaten.
00:02:57: Wo selber noch ungefähr zweihundertachzig Schülerinnen und Schüler wohnen.
00:03:01: Und dann tun sie alles.
00:03:01: Wir haben hier eine Streu-Siedlung innerhalb von Hallstedt.
00:03:04: Treu-siedlung?
00:03:05: Das Wort hätt ich zu tun!
00:03:06: Es war doch irre.
00:03:07: diese Tour dadurch durch die Werkstädte, die modern in Gebäuden kombiniert mit alten Gebäudern von der Saline usw.
00:03:13: Also ich habe nur nie Schule gesehen.
00:03:15: mit so einem Ausblick also direkt.
00:03:16: alle Klassen auf den Hallstedter sehen aus.
00:03:19: Ein Wahnsinn Wirklich ein Traum und jetzt vor allem wunderschön.
00:03:23: Man sieht schon das Herbstlapp von hier, beginnt man da als Direktor.
00:03:26: manchmal wenn man beim Fenster raus schaut direkt auf den See und davor die Bäume hat, die das Herbstlapp tragen, beginnnt man dazu Träumen.
00:03:33: Ja, schon ein bisschen.
00:03:35: Es braucht es natürlich einfach für unsere Prospekte die wir herstellen und für unsere Schule zu werben.
00:03:40: aber hier zu leben, zu arbeiten und seinen Tag zu verbringen ist schon ein Privileg dass man bewusst genießen kann.
00:03:48: Ich glaube eine der wichtigsten Fragen oder der ersten Frage sollte sein Wie ist das wenn man jetzt direkt dort aussitzt und selber Schüler in der Schul war?
00:03:56: Mittlerweile geht es ein bisschen leingartiges, wenn man frisch an der Schule anfängt und man hat noch Kollegen die eigentlich einen mal unterrichtet haben.
00:04:03: Aber man gewöhnt sich sehr schnell.
00:04:05: Mittlerweile haben wir schon Schülerinnen und Schüler da wo wir schon die Eltern unterrichtete haben.
00:04:10: also auch das kommt vor aber in Summe passt es sehr gut und wir haben eine rechte familiäre Atmosphäre.
00:04:15: Bist du der einzige Lehrer der zurückkommen ist?
00:04:18: Nein, es gibt immer wieder Schülerinnen oder Schüler die dann bei uns als Lehrer anfangen.
00:04:23: Aber alle machen in der Regel eine Ausbildung oder einen beruflichen Weg abseits der Schule, kommen damit viel Erfahrung zurück und das nutzt man natürlich ganz gut.
00:04:32: Jetzt sind wir hier nicht bei irgendeiner Schule sondern wirklich in einem sehr speziellen Unternehmen möchte ich sagen.
00:04:38: Kannst du uns diese Zweige, die es hier gibt, um die sieben Zweige habt ihr?
00:04:42: Ganz kurz vorstellen, damit sich die Leute auskennen!
00:04:44: Also wir haben grundsätzlich immer eine höhere Abteilung, wo wir in zwei Zweigen zur Matura führen.
00:04:50: Einerseits die Innenarchitektur aber spezieller zweigab der dritten Klasse für Restauriertechnik, wo man sehr ein spezielles Anwendungswissen erlernen kann.
00:04:59: und dann haben wir noch Fachschulen für Tischlereitechnik für Bildhauerreife, Streich-und Seiteninstrumentenbau Und haue ja ganz neu seit September natürlich, wenn mir ganz stolz drauf, die Fachschule für Holzbootsbau.
00:05:11: Das hat uns sofort fasziniert.
00:05:13: Wir waren jetzt gerade in der Werkstatt drinnen, unglaublich!
00:05:16: Ja wirklich also ich habe das Gefühl diese Berufe die ihr ausbildet, sie braucht man wirklich aus der Wirtschaft.
00:05:22: deswegen habt ihr ja keine Probleme mit den SchülerInnen und Schülerzahlen oder?
00:05:25: Nein auf jeden Fall nicht.
00:05:27: Ich kann fast jeden, der zu uns kommt, garantieren dass er bei einer T-Schule fertig macht auch einen Job hat.
00:05:32: Natürlich muss man sagen wir bieten hier zum Teil Nischen an gerade im Instrumentenbau oder auch in Bootsbau.
00:05:38: aber dort sind die Leute so gefragt das wir Österreich und darüber hinaus hier Arbeitsstellen finden wo unsere leute ganz begehrt sind.
00:05:45: Da hat sie komplett was gedreht.
00:05:47: Früher war es informatisch, jetzt setze ich's
00:05:49: hier.
00:05:49: Ja also ist doch ein gewisser Zug zum Handwerk feststellbar.
00:05:52: das freut uns sehr wobei wir da vielleicht nicht so etwas verschobene Schule darstellen wollen sondern wir haben genauso die CNC-Technik.
00:05:59: mehr um Digitalisierung im Unterricht Wir arbeiten mit Virtual Reality in einem Wurfsunterweiter.
00:06:04: Das gibt es auch.
00:06:05: aber natürlich auf der anderen Seite ganz stark das traditionelle Handwerk.
00:06:08: und das Punkt momentan schon.
00:06:10: Du bist ja sicher im Austausch mit anderen HDL Mit anderen Schulen.
00:06:14: Diese Zeit, dieses Zeithalter der künstlichen Intelligenz ist ja doch etwas, glaube ich, was diese komplette Berufsfels auf den Kopf stellt.
00:06:22: Das spürt euch doch in die Karten würde ich sagen?
00:06:25: Ja für mich war das fast erschreckend.
00:06:27: wie ich begonnen habe waren die IT- und Informatikarte als die Boomer.
00:06:31: Mittlerweile geht es dort in die Angericht und fast erschrecken.
00:06:35: Verstehe auch wenn man jetzt jemanden erklärt er soll Coding lernen wobei das die KI wahrscheinlich wesentlich schneller und kürzer macht.
00:06:42: Man wird sehen, wie diese Veränderung hingeht.
00:06:43: Aber momentan sind wir da auf eine Welle, die uns sehr entgehen spielt.
00:06:46: Was würdest du einem jungen Menschen jetzt raten mit diesem Hintergrund der Veränderungen in der Technik?
00:06:54: Was ist die geschätzte Ausbildung, glaubst du?
00:06:57: Du wirst wahrscheinlich schauen mit meiner Antwort aber ich würde ihm sagen mach das, wo es dich hinsieht.
00:07:02: Also letztendlich haben unzählige Schülerinnen und Schüler da, die sich bei uns interessieren und sie anschauen.
00:07:10: spürt seine in eichem Bauch und schaut so was wirklich zu euch passt.
00:07:13: Und dann bin ich überzeugt, dass er dort gut wird!
00:07:15: Sind
00:07:15: wir wieder bei meinem Lieblingsspruch?
00:07:17: In jedem Mensch steckt der
00:07:18: Talent?!
00:07:18: Auf jeden Fall ist es.
00:07:20: Auch weil man's vielleicht so gar nicht sieht.
00:07:21: aber das haben wir auch bei der Bergrettung in der anderen Schiene.
00:07:25: da sagen wir es ist ja jeder wo ein Spezialist und wir können alle brauchen.
00:07:28: Ich muss noch mal ganz kurz einen Schritt zurückgehen und zwar, ich war wirklich schon oft in Hallstadt.
00:07:32: Man fährt ja da durch den Tunnel kennt jeder und das erste was man sieht ist euer Schul dieses wunderschöne alte Gebäude aus dem
00:07:42: Jahr.
00:07:44: Wir sind sehr froh um dieses Gebäude, das alte Ziegelbauwerk und klimatisch unglaublich gut.
00:07:49: Sind nach wie vor dann auch als Schule drinnen.
00:07:51: und vielleicht ganz interessant damit das finanziert werden konnte hat sogar der Hallstedtter Bürgermeister eine Biersteuer erhoben, damit diese Geldaufgang hier die Schule bauen zu können.
00:08:01: Bitte unglaublich!
00:08:02: Das weiß ja kaum jemand von den vielen Österreichern zumindest die herkommen und sich auch Hallstatt anschauen dass das diese Schule ist.
00:08:11: Architekten, Schmankern stehen jetzt.
00:08:13: Ihr habt es ausgebaut?
00:08:14: Ja wir haben in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren sehr intensiv in die Schule investiert.
00:08:19: Wir haben neue Theoriegebäude bekommen und wir haben neue Werkstätten bekommen, die wir sehr schätzen mit unglaublichen Aussichten und Komforten.
00:08:27: Und wir haben jetzt seit Herbst auch das Schülerheim neu renoviert.
00:08:30: also wir sind am neuesten Stand und können hier Tropangebote bieten.
00:08:35: Aber seid ihr State of the art jetzt?
00:08:37: Oder geht das weiter, was würdest du sagen.
00:08:38: Das heißt man muss ja immer am Ball bleiben oder das heißt auch in den nächsten fünfzehn Jahren stehen wahrscheinlich wieder Investitionen an.
00:08:44: ist es nach wie vor möglich?
00:08:46: Also ich bin da der Vertreter, wo man sagt das Gute ist ein Feind des Besseren.
00:08:50: Man muss auch genauso in der Schule schauen dass man ständig dabei seid.
00:08:53: wir stehen hier auch mit dem über anderen Schulen und Ausbildungs-Einrichtungen einen großen Wettbewerb.
00:08:58: die Schülerzahlen stagnieren werden sicher nicht mehr eher weniger Und hier muss einfach Topausbildung geboten werden.
00:09:05: und das erfordert es dass man immer langfristig denkt und jetzt schon die Weichen stellt die ja auch über meine aktive Tätigkeit hinaus gehen um diese Schule einfach langfristiger zu sichern.
00:09:13: Aber was ist die Vision von dir wenn du über das hinaus denkst, über deine Legacy sozusagen.
00:09:19: Was möchtest du hier in zwanzig dreißig Jahren haben?
00:09:23: Ich möchte immer noch dass hier junge Menschen herkommen die so einer fachlichen also von der Persönlichkeit eine gute Begleitung bekommen und als Menschen hier wahrgenommen werden und dann ins Leben hinausgehen sich selber gut im Leben schaukeln können.
00:09:38: und wenn es ganz gut geht dann dass die auch noch Verantwortung für andere Menschen auch übernehmen können.
00:09:42: Dann haben wir unser Ausbildungsziel gut erreicht.
00:09:45: Wie macht sie das?
00:09:46: Habt ihr auch so einen taktoffenen Tür, wo wirklich Kinder jugendliche reinschnuppern können.
00:09:51: Wie findet ihr eure Schüler und Schülerinnen?
00:09:54: Also wir haben ja fast schon ein Marketingbetrieb um das alles darstellen zu können.
00:09:59: Das ist heute notwendig!
00:10:01: Wir haben unzählige Möglichkeiten an taktoffenen Dünen.
00:10:03: Wir sind auf allen Bildungsmessen vertreten.
00:10:06: Schnuppertage.
00:10:07: Wir haben Besuchertage, also man kann auch hierher kommen um in einem Unterricht der Meiltheit zu nehmen oder was wir auch immer mehr haben.
00:10:14: das wollen junge Menschen hier herkommen und mal Probeschlafen im Internat.
00:10:18: auch das machen wir damit sie sehen wie es ihnen da geht und das bringen wir auch noch zusammen.
00:10:23: Stimmt es dass du die Schule wahrscheinlich ein bisschen humorvoll anstalt nennst?
00:10:27: Ja, das ist die öffentliche Bezeichnung.
00:10:29: Wir sind eine Anstalt der Höhe technische Bundeslehranstalt und ich bin der Anstaltsleiter allerdings nicht in der Insende wie man es vielleicht von irgendwelchen aus dem Justizministerium kein, sondern da hat sich auch viel getan und wir sind heute mehr Mentoren, mehr Begleiter und manchmal auch Lehrer.
00:10:49: also hat sich das Berufsbild des Lehrers völlig geändert.
00:10:52: Wir haben heute Schüler, die haben Fähigkeiten, die wir noch gar nicht haben.
00:10:56: Da können wir von deinen auch was lernen.
00:10:57: Das hat sich das Bild schon gewandeln.
00:11:00: Es gibt Lehrerinnen, es gibt die Schülerinnen und Schüler und es gibt den Direktor.
00:11:05: Wenn du das einmal runterbrichst – was ist genau deine Aufgabe bzw.
00:11:08: worin siehst Du eben Deine Aufgabe hier in der Schule?
00:11:12: Ja ich bin hier eigentlich nur ein Bindeglied in einem großen System, dass natürlich eine Entscheidungskompetenz hat Aber die wahre Aufgabe ist es, einfach hier sehr viel zu koordinieren.
00:11:23: Sehr viele Meinungen und Interessen zu bündeln oder zu kanalisieren um dann letztendlich auch strategisch auf eine gute Schiene zu bringen und den Dampf verteilen.
00:11:33: wir da haben mit mittlerweile insgesamt über hundert Mitarbeitern mit einem Kommentaren in eine gute Richtung zu führen.
00:11:40: Habe ich das jetzt richtig verstanden?
00:11:41: Hundert Lehrer-Lehrerinnen wie für Schüler
00:11:44: Es sind über sechzig Lehrerinnen und Lehrer.
00:11:47: Wir haben dann noch Verwaltungspersonal, wir haben auch im Internat Erzieher- und Hauspersonal.
00:11:54: Das macht ungefähr die Hundert aus.
00:11:56: Von den Schülerinnen und Schülern sind wir jetzt bei vierhundertfünfzig in etwa zehn sogar wieder gewachsen.
00:12:00: Und das ist eine ganz erfreuliche Sache!
00:12:03: Ich würde so gerne nochmal zurückkommen zu dem Bootsbau.
00:12:05: Weil es ist so faszinierend gefunden, obwohl das betrifft uns beide ja auch als Bootsfancier.
00:12:10: Ich habe gelesen... dass du zehn Jahre dafür gekämpft hast, circa das es möglich worden ist.
00:12:16: Was ist so schwierig daran?
00:12:17: So etwas zu machen beziehungsweise wo sind die Fallen und wo gibt's das vielleicht?
00:12:24: Ja ganz interessant, ich habe das vielleicht auch leichter vorgestellt.
00:12:27: Der Kampf ist in Wirklichkeit nicht gewesen aber es ist ja so.
00:12:30: du hast eine Vision oder du glaubst dann etwas und der erste Moment ist das muss für alle klar sein dass das funktioniert.
00:12:37: nein im Gegenteil es gibt da sehr viele Skeptiker die sagen ist das wirklich?
00:12:41: passt das zu uns?
00:12:42: haben wir die Ressourcen?
00:12:43: wo machen wir das hin?
00:12:44: kann das nicht?
00:12:45: andere zwei gekann ab kanibalisieren.
00:12:48: Da geht es darum einfach kontinuierlich dran zu bleiben immer wieder Überzeugungsarbeit zu leisten gute Leute herz zu holen, die diesen Berufsstand repräsentieren und auch hier an der Schule lernen können.
00:12:59: Das ist uns gelungen!
00:13:00: Und da sind wir jetzt mittendrin und ich freue mich schon jenseinig auf die Ergebnisse, die mir daraus kommen.
00:13:05: Erzähl' uns bitte von diesem Brauch, die Schüler abzuholen mit dem Boot – worum geht's denn genau?
00:13:11: Ja, das war auch so eine Idee die wir dann einfach aufgegriffen haben.
00:13:14: und wenn man gesagt hat eigentlich haben wir den See da, der Schiff oder der Zug kommt auf der anderen Seite an.
00:13:20: Und die müssen da irgendwie rüber und dann haben wir gesagt wirst du was?
00:13:23: Und ist ein bisschen zu symbolisieren sitzen uns in einem Bootformer rüber, holt mir die Schüler ab, haben das gemeinsam mit Elternverein gemacht um dieser Morz Hallow jedes Jahr, wann wir da herkommen und es sind ungefähr um die Achtzig bis Neunzig Schülerinnen und Schüler die da aufsteigen und mit uns übern See fahren und das bleibt dann schon.
00:13:39: Bleiben das ja ein Ereignis.
00:13:42: Manche haben jetzt schon gesagt, wir hätten es gern, wenn sie fertig sind, also wieder rüber routern und das haben wir jetzt noch nicht.
00:13:48: Das war dann so schwer!
00:13:50: Dann waren's dann soweit sein, dann sind wir eigentlich ganz froh, dass wir uns wieder mal als Seidel weg sind.
00:13:54: Es wäre gut, wenn die Schuhe wieder verlassen.
00:13:56: Das
00:13:56: ist auch eine jährliche Aussage.
00:13:59: Und das macht ihr seither jedes Jahr?
00:14:01: Ja, das machen wir jeden Jahr am Sonntag vor Schulbegen.
00:14:04: Ich hole immer die ab... Und ist dann wirklich riesig.
00:14:07: Hallo, die Eltern fahren mit dem Auto und werden es dann da bei der Anlegestelle.
00:14:11: Bevor wir zufahren, lassen wir die Kinder noch einmal melken – das ist ein Mordstra-Rad!
00:14:15: Die Mütter haben drinnen in den Augen, wenn sie da gehen.
00:14:18: Ich gehe mir als erstes mal ihre Kinder quasi aus der Hausau.
00:14:20: Viele schaue sehr emotionelle Sachen auch.
00:14:24: Was mir nicht bewusst war, ist wie unglaublich gut ausgestattet eure Schule ist?
00:14:29: Du hast uns jetzt durchgeführt, du hast uns diese ganzen Riesen-Holzverarbeitungsmaschinen gezeigt.
00:14:34: Da müsst ihr ja auch immer am neuesten Stand sein.
00:14:36: Ihr habt doch gedacht, da gibt es heute ein Hobel und das Stemmeisen und ich weiß nicht und das war's!
00:14:42: Aber ihr habt es echt an Aufwand?
00:14:45: Ja, ist unglaublich.
00:14:45: also wir haben einen riesigen Inventar.
00:14:48: für viele handwerkliche Aufgaben genügt der Hobel unter Steimeisen.
00:14:52: aber um hier am Ball zu bleiben braucht natürlich die neueste Technologie und da sind hier CNC Maschinen hochkomplexe, bildgebende Verfahren und so weiter.
00:15:01: Das muss auch organisiert finanziert werden – das geht rein mit den Mitteln, die hier der Bund zur Verfügung steht nicht zu gut.
00:15:09: Hier muss man einfach aufkriegt Mittel zurückgreifen, da braucht es viel Kreativität, Engagement und Kontakte, dass das
00:15:14: funktioniert.".
00:15:15: Ist das
00:15:16: einer deiner Hauptjobs?
00:15:17: Auf jeden Fall.
00:15:18: Also hier die Kontakte zu knüpfen, zu zeigen wir nennen sie dann Bildungspartner wo wir den Unternehmen vor allem zeigen was hier an Ausbildung geleistet wird und dann auch wieder Feedback bekommen für Sie.
00:15:31: das heißt wenn sich diese Anlagen maschinen können Und wir haben ja schon ein großes Verständnis aber das muss natürlich auch transportiert werden
00:15:38: Aber das Verständnissen ist groß glaube ich werde auch auf der Schule wahrscheinlich ein sehr guter ist.
00:15:42: Ja also das freut uns sehr dass über Oberüsterreich hinaus einen guten Ruf haben und praktisch alle in Österreichs, aber auch aus dem Ausland.
00:15:52: Wir haben Franzosen, wir haben Italienerinnen, wir hatten ein Brasilianer.
00:15:57: Also da kommen Leute aus der ganzen Welt fast her und das freut uns schon wenn wir hier solche Absolventen dann wieder rauslassen können.
00:16:04: Das ist ja die Frage zu den Lehrerinnen und Lehrern, weil ich habe mir das aufgeschrieben.
00:16:09: Die Schülerinnen bei euch haben mit dem Amati-Zoll das Konstruktionsprinzip von Stradivari rekonstruiert und das dann in Creme Honor vorgestellt.
00:16:17: Was ja irre ist!
00:16:18: Aber nur stellvertretend.
00:16:19: jetzt generell für die Qualität, die eure Schule liefern kann.
00:16:23: Wie schafft man es?
00:16:24: dass die Besten der besten hierher kommen und das Wissen, das sie haben eben nicht in der Wirtschaft draußen jetzt unter Anführungszeichen verschwenden sondern der nächsten Generation weitergeben.
00:16:35: Weil eigentlich sagt man ja naja Lehrer wären jetzt nicht alle der besten vielleicht wie schafft ihr es trotzdem?
00:16:40: Dass diese Qualität so unfassbar hoch ist?
00:16:44: Auch das ist eine Aufgabe die gemanagt werden.
00:16:47: wir haben im vergangenen Herbst externe Schule evaluieren durch das Unterrichtsministerium gehabt und es wurde uns hier auch ein sehr guter Stand der Schule beschieden.
00:16:59: Die haben uns gesagt, wenn ihr schaut das so bleibt wie sie jetzt setzt und habt schon alles gewonnen.
00:17:04: also diese Aufgabe Wie schafft man das?
00:17:08: Wie soll ich sagen, wir haben ausgezeichnete Lehrerinnen und Lehrer hier mit viel Engagement.
00:17:12: Und auch vor allem in der großen menschlichen Komponente.
00:17:16: Ich denke mir aber das was uns wirklich gelingt ist wenn wir die Menschen, die zu uns kommen junge Menschen mit vierzehn-fünfzehn Jahren in ihrer Persönlichkeit einfach nehmen und so begleiten dass sie ihre Stärken ausspielen können.
00:17:29: dann entstehen Leistungen wo wir selbst immer wieder schauen, dass sowas möglich ist.
00:17:34: Ich glaube, du hast das eh bei uns.
00:17:36: Wie wird durchgegangen?
00:17:37: Sie noch so super erzählt.
00:17:39: Instrumentenbau, Bootsbau aber auch Kunst!
00:17:43: Das sind Zweige wo sehr spezielle Menschen dran arbeiten nach Jugendlichen.
00:17:48: denen gibt es ja wirklich ein gutes Zuhause oder?
00:17:50: Ja das kann ich nur bestätigen und das macht's auch irgendwo spannend und vielleicht auch nicht immer einfach weil hier sehr unterschiedliche ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sowohl bei den Lehrenden als auch bei den Lernenden sind.
00:18:03: Hier braucht es auf jeden Fall ein großes Herz und Gestaltungsmöglichkeiten anzubieten, viel Toleranz um sich diese Leute entwickeln zu lassen.
00:18:14: Würden wir dort mit strengen Korsetten und Regeln arbeiten dann würde vieles zerstört werden was so gar nicht an die Oberfläche kommt.
00:18:21: also da gelingt das schon.
00:18:22: Was braucht natürlich auch Fingerspitzengefühl die Leute so arbeiten zu lassen wie sie das wirklich braucht und können.
00:18:28: Falte ich jetzt ganz spontan eine Schülerin oder ein Schüler ein, wo du dir denkst um Gottes Wöhn das hätte ich nie zusammenbracht?
00:18:35: Gibt es irgendein ganz spezielles Beispiel?
00:18:37: Also das kommt immer wieder vor allem im Instaumeintenbau.
00:18:41: also da bin ich nicht der Spezialist aber die Kolleginnen und Kollegen dort sagen wir uns vor allem in der Meisterschule auch was hier gemacht wurde, trauen uns wir eigentlich gar nicht zu.
00:18:51: Also da sind Leistungen dabei und das finde ich das Tolle.
00:18:55: Das ist wie man mal ein Menter hat einfach jemanden unterstützt der es ihn extra lent hat und dann noch über die Leistung der eigenen Vermögen hinausfördert dann sind das schon tolle Sachen.
00:19:04: Ist eigentlich das Beste wenn du Schüller über dein Lehrer hinaus wächst oder?
00:19:07: Das ist doch eigentlich das Ziel jedes Lehrers
00:19:10: oder?!
00:19:11: Also wenn uns das überall gelingen würde, dann wäre es super.
00:19:14: Es ist die Realität leider nicht so aber es gibt immer wieder ganz ausgezeichnete Leute und was uns vielleicht – und das ist ja so ein Grund dass wir auch einen guten Ruf haben – sehr viele Leute sehr gut über ihre eigenen Leistungsgrenzen da fast noch hinauskommen und zusammenbringen wollen, wo man vielleicht mal das nicht zu hingekriegt hätte.
00:19:31: Mir hat dieses Beispiel so gut gefallen.
00:19:34: Wie du gesagt hast, die Bildhauer zum Beispiel haben ein Problem mit Schulstart um acht Uhr oder um sieben oder fünfundvierzig.
00:19:41: dafür sind es am Abend nicht wegzubringen aus der Werkstatt.
00:19:44: So gut wie?
00:19:44: Ja!
00:19:45: Wie schafft man das, dass man sich als Wirtschaftersort ist bis ja du, du hast glaube ich BWL studiert in Linz.
00:19:51: Dass man sich trotzdem auf diese jungen Menschen so einlässt, dass mal ein hundertprozentiges Verständnis für Sie hat und sich trotzdem in dem erweiterten Kassett der Schule irgendwie führt.
00:20:03: Also der Ordnung halber muss ich sagen, ob die Schule beginnt um acht Uhr.
00:20:06: Ob jetzt jeder schon da ist, ist wieder ein anderes auch, ja ob ich geh davon aus, ich weiß nicht, wann es um acht oder losgeht... Aber für manche ist das schwierig.
00:20:17: Zum Beispiel mal einen Schüler in der Klasse gehabt, der hat den Bademantel angehabt und die haben gesagt, wo wir mit dem bademanteln in die Schule kommen.
00:20:23: Er sagt, der hatte halt kein Pullover gehabt, jetzt ist er mit dembademantelen zur Schule gekommen worden bis sich.
00:20:28: Na, ich glaube das macht's aus um Menschen sich entwickeln lassen zu können.
00:20:34: Trotzdem muss man den Rahmen der insgesamt vorgegeben ist und einfach einhalten.
00:20:38: Also wir haben natürlich auch für die Kunst- und Klassenregeln, die einzuhalten sind.
00:20:44: Es gibt auch Linien wo es nicht drüber geht aber dort wo man dann Graubereiche mal das Auge zudrücken kann da kann man das schon machen
00:20:51: Ist das hier ein Nährboden gerade für diese Menschen die so ein bisschen außerhalb der Norm sind, wo sie sich trotzdem toll entwickeln können.
00:20:59: Ja ich denke schon dass wir hier einen Platz haben und ich sage auch das wenn wir junge Leute bei uns haben, dass hier Hallstadt ein Standort ist, in dem davon bin ich überzeugt einige waren es in einem Graben des Lebens gefahren sind und hier aber von uns gut aufgefangen werden konnten.
00:21:19: Und wir versuchen hier immer alles, was in unserer Macht steht um einfach hier junge Menschen diese Zeit die sie da bei uns sind gut begleiten zu können und so weit zu festigen dass sie auch nach der Schule ihren Lebensweg gut gehen können.
00:21:31: Da gibt es einige Beispiele dann edde ich jetzt den Kopf habe und die wir da zur Matura gebracht haben oder die dann einen Abschluss gemacht haben.
00:21:40: Und ich denke mal, bei allen Stars, die wir auch hinausgebracht haben das sind dann wirklich pädagogische Erfolge wo man sowas hingebracht hat und der sein Leben.
00:21:48: Manche kommen zurück und sagen du warne nicht bei euch gewesen?
00:21:51: Wäre es mit mir schief gegangen?
00:21:54: Manche sieht man oft ein ganzes Leben nehmen aber umso mehr Freude waren wir dann nochmal später Feedback bekommt, dass das eine gute Zeit war für sie.
00:22:01: Aber
00:22:01: wie sehr hat da der Standort auch einen Anteil dran?
00:22:04: Weil ich stelle mir das ja komplett crazy vor!
00:22:06: Wenn du solche handwerklichen Ausbildungen machst und du bist im ländlichen Raum und nicht im urbanen Raum, wo man vielleicht... Im touristischen Hotspot Österreichs.
00:22:18: Na ja, ich hab's ja nicht ganz alles gesehen von Hallstatt.
00:22:20: Hallstadt hat ja auch fifty Quadratkilometer und befand sie in nur zwei Quadrat Kilometern Siedlungsraum.
00:22:26: also da haben wir uns bis jetzt bewegt als es gibt noch viel mehr von Hallstadt und vielleicht hat aber trotzdem dieser abgelegene und exponierte... Man kommt sich sehr schnell näher da herinnen und man sieht sich auch privatständig, wann ich wo einkaufen gehe.
00:22:42: Sehen die Schülerinnen und Schülern was ich kaufen und umgekehrt krieg es natürlich auch mit.
00:22:46: Also man hat quasi insgesamt einen Kontroller gegenseitige und das macht's einfach familiärer da.
00:22:52: und vielleicht ist das einer dieser...
00:22:54: Und wer passt jetzt mehr auf wen auf?
00:22:56: Ja, ich glaube die Schüler wissen genau was ich tue.
00:22:58: Also wenn ich mit Bergschen unterwegs bin dann sagst du auch, jetzt ist es irgendwo eins oder so.
00:23:04: Sie haben einen ganzen Tag nichts anderes zu tun also zu schauen was die Lehrer machen.
00:23:09: Die haben große Fenster um hinauszuschauen in jeder Klasse, jeder Werkstatt.
00:23:13: unglaublich!
00:23:14: Auf die berge kommen wir jetzt gleich.
00:23:16: aber... Ist das Beruf oder ist es Berufung was du machst?
00:23:21: Nein, es ist auf jeden Fall Berufung.
00:23:22: Also wenn man deinen Job nicht wirklich gern macht und ich sage auch dazu, man braucht auch breite Schultern und einen guten Wagen um das Ganze zu händeln.
00:23:33: Es ist nicht jeder Tag ein Sonniger, man hat auch viele Rückschläge zu verkraften.
00:23:37: aber insgesamt und wenn ich da nicht gegen einen Centernaht Mittag esse dann setze mich in den Speisesaal hinein und sehe dann zum Mittag wieder Achtzighundert junge Menschen gleichzeitig Mittagessen und die einen guten Umgang haben, da haben wir gute Atmosphäre erst.
00:23:50: Dann hängt man ja statt der vier Spaß.
00:23:53: Es ist so schön wenn man mal was Positives über das österreichische Bildungssystem erzählen kann.
00:23:58: Das ist ja nicht immer so oder?
00:24:00: Ja auf jeden Fall!
00:24:01: Natürlich ist es immer zu wenig und Pießer plagt und sowas auch immer.
00:24:05: aber insgesamt glaube ich brauchen uns nicht versteckend und wollen mir gerade die Verhältnisse in Frankreich anschauen dann sind wir wirklich sehr, sehr happy, was wir da machen können.
00:24:15: Sag mal wenn du es auf alle Schülerinnen und Schüler blickst?
00:24:18: Auf alle Zweige!
00:24:19: Das ist ja so unterschiedlich Möbelbau in der Architektur, die Instrumentenbauer, die Künstler usw.
00:24:25: Wir haben das ja gesehen in den Klassenräumen.
00:24:28: Ist ja völlig etwas anderes... Aber was eint den Schüler, der ein Haltstadt perfekt aufgehoben ist, der daher passt wie die Faust aufs Auge?
00:24:38: Also letztendlich glaube ich, Zumindest zu einem sehr großen Teil, die Berufung hier dein Job erlernen zu können, den man sich vorstellt.
00:24:49: Wir haben, glaube ich, fünfzig oder sechzig Prozent unserer Schilderinnen vor mehr als drei Stunden.
00:24:53: daher – das muss man sich schon antun und vielleicht ist es auch sein Kriterium, wenn man hierher kommt diese lange Zeit dann will ich das wirklich gern machen.
00:25:02: Und dies ist eigentlich auch die beste Voraussetzung um hier gut anzukommen und sich gut zu
00:25:08: entwickeln.".
00:25:08: Aber da müssen wir jetzt kurz fragen, wie viele Internatschüler habt ihr prozentmäßig und wie viele kommen wirklich täglich her?
00:25:14: Das ist ja eine interessante Frage.
00:25:17: Ich habe ungefähr zweihundertachzig Schülerinnen sind im Internat.
00:25:24: Im Schülerheim also die haben zumindest ... es ist schwer zu sagen, die kommen auch zum Teil aus dem Einsteinbuss vielleicht eine halbe Stunde oder was voran wo der sagt ich bleib lieber im Internaten Und wir haben auch Schüler, die fahren fünfzig Kilometer und sind Fahrschüler.
00:25:36: Aber zweihundtachzige im Internate Ungefähr hundert, sage ich mal, wohnen jetzt noch in der Umgebung, wenn quartieren auswärts.
00:25:43: Und dann haben wir nur einmal ... Der Rest ist die Schülerinnen und Schüler, die jetzt aus der Nähe umgeben von ihren Heimatorten herfahren und die Schule bis
00:25:51: umkommt.
00:25:51: Wie schaut es bei den Lehrern aus?
00:25:52: Sind Lehrer- und Lehrerinnen alle aus der Gegend?
00:25:55: Nein auch nicht!
00:25:56: Wir haben das auch.
00:25:57: Wir haben aus Salzburg Lehrerinnen und Lehrer, wir haben aus der Steinmark natürlich aus Oberösterreich entfernt.
00:26:03: Auch die haben zum Teil lange Anfahrtzwege hier unterrichten zu können.
00:26:07: Interessanterweise habe ich aber trotzdem kein Problem, Stellen besetzen zu können.
00:26:11: Also der Lehrermangel war oder ist zum Teil ein Daimler?
00:26:15: Denn kann nicht große Dank hier nicht nachvollziehen.
00:26:17: also wir haben genügend Angebote und wir können auch sehr gut auswenden wenn wir zu uns aufnehmen.
00:26:23: Aber das klingt für mich danach dass jeder der hierher kommt auch hier sein will Oder die Schüler genauso wie die Lehrer, das heißt so wie andere Schulen.
00:26:32: Dass man sich denkt, ich habe jetzt keine Alternative und dann gehe ich dort hin?
00:26:36: Das gibt es da eher nicht!
00:26:37: Wie war's bei dir selbst?
00:26:38: Du bist Haltstädter, du bist hier aufgewachsen im unmittelbaren Nähe.
00:26:42: Bist du auch einer von den Überzeugungstättern oder wolltest du einfach in die Nähe hinzugehen?
00:26:48: Das ist eine freche Frage,
00:26:50: oder?
00:26:50: Ich habe heute mal Ehrlich sein können und ich wollte einfach nicht arbeiten.
00:26:55: Und so gesagt die Gelübend Schuhe und das war das näherlichste da in die Schul zu gehen was mir aber nicht geschadet hat.
00:27:03: Ich hab da sehr gutes Handwerk erlernt.
00:27:05: Ich habe aber dann erkennen müssen, dass ich einfach nicht der Kreativ- und Entwurfsmensch bin.
00:27:11: Und das hat dann auch dazu geführt, dass sich später ein Betriebswirtschaftsstudium begonnen habe – und mich durchgefunden heute!
00:27:17: Weil es sich beides zu schätzen ist, dass sie handwerklich einiges machen kann, aber dass ich auch Management erfahre und das hier gut einsetzen kann in der Organisation der Schule.
00:27:27: War der Weg zurück?
00:27:28: Zufall
00:27:29: geplant?!
00:27:31: Du warst hier in Linz, du studierst.
00:27:33: Du hast in der Wirtschaft gearbeitet und plötzlich ereiltet dich der Ruf zurück nach Altstadt oder vom Dachstein wie wir gehört haben?
00:27:40: Ja aber es gibt immer wieder auch im Leben Zuffälle oder Ereignisse die man dann nützen kann oder nicht nutzen kann.
00:27:49: Ich hatte damals direkt angesprochen hierher zu kommen und hier Wirtschaftsunterrichten Und ich habe eben sehr stark abgesagt.
00:27:56: Ich bin da jetzt in der Wirtschaft gut integriert und mache dort einen super Job, das taugt man.
00:28:02: Und wenn ich dann hier auch noch was mache, dann habe ich dir keine Freude an die Wirtschaft und sage mir keine Freud.
00:28:06: Irgendwann ist aber dann der Schritt gekommen und bin heute sehr froh drüber, weil ich war auf dem Weg zum Burnout mit den achtzeig Stunden Woche und was weiß ich?
00:28:13: Und hab als Lehrer hergewechselt – natürlich gar nicht im vorhinbeschäftigungsausmaß – und ich hatte wirklich fast Tränen in den Augen wie eine andere Insta-Vormittage mehr von Kaffee und Seintungen gesessen.
00:28:26: und wieder Zeit gehabt habe.
00:28:28: Ich weiß heute diesen Schritt sehr zu schätzen, für mich ist das auch eine Motivation hier einzubringen um Leuten da eine gute Basis zu bitten.
00:28:38: Wie ist der Geruch wenn man als Lehrer zurückkommt?
00:28:40: Ist er doch selber wie ein Schüler?
00:28:43: Der Geruch war nicht so schlimm was mir schon gewisse Anpassungs-Schwierigkeiten bereitet hat, aber auch nicht echt der Wechsel von der Wirtschaft in die Schule.
00:28:54: Das sind zwei komplett andere Systeme.
00:28:57: Ich habe ja nicht einmal einen Kopiererbedienung hören, weil ich habe ja Sekretärin gehabt und das musste dann wieder selber lernen.
00:29:02: Das hat mich wieder sehr geerdet!
00:29:06: Und heute bin ich froh zu wissen wie es in der Wirtschaft läuft und wie's in der Bildung läuft.
00:29:12: und diese Erfahrungen glaube ich kann man auch ganz gut einbringen.
00:29:14: Ist eigentlich optimal oder?
00:29:16: Also ich denke mir auch dass er gewisse Praxis oder außer-schulische Bildungserfahrung sicher nicht schlecht ist.
00:29:24: Wir haben ja viele Kolleginnen und Kollegen, die lange berufliche außerschulische Basis haben und zum Teil selber noch in Bürostätik sind und nebenbei arbeiten.
00:29:34: Das sind sicherlich auch Benefits.
00:29:36: Aber das mit dem im Hallstatt drinnen sitzen, Kaffee trinken?
00:29:40: Ganz ruhig sein über den See schauen!
00:29:41: Das nehme ich da nicht ab weil ich habe mich eingelesen in dein Leben.
00:29:44: du bist hier der Direktor, ich glaube sehr engagiert.
00:29:47: Du bist bei der Bergrettung in Halsstadt, du bist der Leiter der Bergretting-Landestelle in Oberösterreich.
00:29:53: Bist im Gemeinderat?
00:29:55: Hab ich auch noch gelesen und du kannst dann verbessern wenn es nicht stimmt.
00:30:00: Du bist ein Tausendsasser!
00:30:01: Wann gibst du wirklich einmal Ruhe?
00:30:03: Da schon die Phasen gibt's auch und ich hab' einen ganzen kleinen Alm oben am Salzberg.
00:30:10: Das ist mein Rückzugsrefugio dort, danke ich auch.
00:30:12: Kraft haben das nutze ich sehr gut.
00:30:14: Man hat mir gesagt also... Wie ich die Bergrettung in Oberstreich übernommen habe, das war ein Formdirektor.
00:30:22: Dann gesagt, was du hast?
00:30:22: Jetzt wird dann direkt an Heustadt, dann hast Du Zeit für die Bergretterung!
00:30:25: Das war auch die ursprüngliche Aussage.
00:30:28: Es geht nur in guten Teams.
00:30:29: Also ich hab sowohl in der Schule als auch in den Bergrettungen ausgezeichnete Teams Die mich da sehr gut servisieren und mit tollen Leuten.
00:30:38: dazu arbeiten macht Spaß.
00:30:40: Da müssen wir glaube ich einen Shoutout machen.
00:30:41: Na absolut, die Lena Sicher
00:30:44: Die Lena, ja!
00:30:46: Und sie war schon bei uns.
00:30:48: Unser großes Potenzial?
00:30:49: Nein ich schätze die Lena unglaublich bin froh dass sie den Schritt dann genommen hat und jetzt dort stehen Leute da waren ist in Heustadt und wir haben ja heute ein Übung.
00:30:58: das sehe ich sie noch.
00:31:00: Das heißt ihr arbeitet sehr fleißig zusammen.
00:31:02: also wir sind im regelmäßigen Austausch.
00:31:04: Ich bin ja noch einfaches Mitglied in Halstadt auch bei der Berggeltung darf beim einen oder anderen Einsatz doch mitmachen was mir sehr wichtig ist um das einfach miterleben zu können.
00:31:13: Und da ist es sehr schön, und das ist jetzt für mich einfach eine Erfüllung junger Menschen als Mentor zu begleiten.
00:31:20: Zuzuschauen wie sich die als Führungskraft entwickelt.
00:31:23: Das ist einfach immer super.
00:31:24: Es ist einfach klasse, wenn das so
00:31:25: weitergeht.".
00:31:26: Also unbedingt nachhören wer die Folge noch nicht gehört hat!
00:31:29: Bergrettung Haltstadt, die Lena.
00:31:31: Ich weiß es leider nicht, die Episodennummer, aber man findet Lena draußen aus Steinböck heißt sie.
00:31:36: Weiß nicht ob du das weißt?
00:31:37: Aber wir beide sind ja vorgesehen für eine Übung als Opferdarsteller.
00:31:41: Also Lena hat gesagt bei der heutigen Übung, das ist glaube ich eher so ein Kletterübung was ihr habt oder so.
00:31:45: Da sind wir vielleicht nicht ganz so bergtauglich genug, aber sie haben mir angeschrieben und gesagt Wir haben euch nicht vergessen!
00:31:51: Ich glaub Sie schon und uns noch.
00:31:55: Ganz spannend, die Berge haben ja eine große Bedeutung offensichtlich in deiner Familie.
00:31:59: Der Großvater hat neunzehnundzwanzig die Bergrettung Halsstadt mitbegründet.
00:32:05: Dein Vater war Bergretter, du selber bist der Landesleiter und so weiter... Wie war das Leben in deiler Kindheit mit den Bergen?
00:32:13: Bist du ganz wie selbstverständlich mit den Eltern in die Berger gegangen?
00:32:16: ist es generell so?
00:32:17: vielleicht hier erinnern?
00:32:19: Also sie waren eigentlich schon da, seit ich denken kann.
00:32:23: Gibt's das?
00:32:26: Peter, das war die beste Antwort, die wir je gekriegt haben!
00:32:30: Ich glaube wer hat gesagt man steigt auf Berge weil Sie da sind, war das Reinholt Nessner?
00:32:36: Ja, kann schon sein.
00:32:37: Für mich ist der Berg einfach ein Ort wo ich unglaublich gut zu mir selber finden kann.
00:32:43: also bin eher nicht so der Kampf oder Wettkampf Sportler das war nie meine Sache sondern für mich war es immer interessant sich mit der Natur mit dem berg zum messen oder auch zu erleben weil der berg ist immer letztendlich der stärkere und er lässt sich heute Zeit bei oben sein einfach zu spüren, welche Kräfte da los sind.
00:33:04: Das ist eine unglaubliche Energie, die da ausgeht.
00:33:09: Wie wurde Hallstadt damals in deiner Kindheit?
00:33:11: Was war anders zu heute?
00:33:13: Also es war von, sagen wir mal, September bis Mai zugeklappt und da hat's nichts anderes gegeben als nur die eigenen Leute.
00:33:22: Es war ein stilles, verträumtes Dorf.
00:33:25: das hat sich völlig geändert was aber nach wie vor.
00:33:29: Es ist ein unglaublicher Ort mit einer unglaublichen Geschichte mit der unglaublichen Ausstrahlung und Kraft für mich.
00:33:37: Und wer mal eine Hallstätte ist, der wird das wahrscheinlich immer
00:33:40: bleiben.".
00:33:41: Da können wir noch einmal den Bogen zur Schule zustande bringen weil du uns erzählt hast dass ihr mit der Schule auch die Gemeinde und den Ort unterstützt?
00:33:50: Ja also wir sehen uns hier nicht nur als reine Ausbildungsstätte sondern wir sind natürlich ein großer Faktor im Ort, in dem man vierhundertfünfzig Schüler auf siebenhundert-fünfzig Eingrunder, das ist schon ein schreckes Verhältnis!
00:34:02: Und da müssen auch wir zeigen, dass wir hier eine Existenzberechtigung haben und versuchen uns einfach in das Leben hier im Ort einzubringen.
00:34:10: Indem wir sowohl bei kulturellen Veranstaltungen mitwirken aber auch dass wir arbeiten erledigen ob das jetzt für die Kirchenrestaurierungen sind oder ob es für die Gemeinde irgendwelche Tankmähler oder sonst was sind um zu zeigen, das macht ansehen was die da machen.
00:34:25: Was ist denn von euch?
00:34:26: Was kennt man?
00:34:30: Pfarrkirchen, Halsstadtstedt, rechts ein späten gottischer Flügelalter und links ist ein neugottischer Fliegelalter.
00:34:37: Der wurde von uns gebaut.
00:34:39: Wow!
00:34:40: Muss man uns unbedingt anschauen?
00:34:41: Ich habe ihn schon angeschaut.
00:34:42: Du hast ihn schon eingestellt.
00:34:43: Ich hab sogar Fotos davon gemacht weil es wirklich faszinierend ist.
00:34:47: Gibt es auch Kritik, die du test und übst an Haltstadt?
00:34:51: Was den Obertouristen betrifft.
00:34:52: Ich glaube mit einer Frage, dass wir zumindest das zumindest ansprechen... Ist es heftig wenn man hier lebt und trotzdem diese Schaden an Touristen hat, die er offensichtlich früher nicht zumindest das ganze Jahr übergekommen sind?
00:35:06: Ja, ich war da lang aktiv und habe lange mitgestritten.
00:35:09: Und haben mich jetzt wieder ein bisschen zurückgezogen.
00:35:12: Manche Entwicklungen sind für mich schon positiv aber was man glaube ich einfach übersehen hat, wenn ich jetzt so Kritik üben darf dass man die Dinge gestaltet und nicht einfach wirken hat lassen.
00:35:25: also man hätte eigentlich viel früher das Friedschritt ist im jetz geschehen definieren müssen wieviel Verträgt es für Hallstatt?
00:35:31: Dass meine Obergrenze einsät und sagt so viele Besucher pro Tag sind noch verträglich mit den Fahrzeugnimmens weiter.
00:35:36: Das sind jetzt schon umgesetzt worden, aber ich würde noch empfehlen hier selbst zu bestimmen was wollen wir wirklich für Hallstadt und dann die Maßnahmen zu setzen?
00:35:46: Weil wenn ich selbst nicht weiß wo ich hin will und da sind sehr unterschiedliche Interessen für die Tourismusindustrie so gefasst ist immer zu wenig und für die hier monaten nicht touristisch dankierten Menschen ist es schon lange zu viel.
00:36:01: Aber irgendwo muss man das, ich nehme es hier den Bürgermeister oder den Gemeinderat nicht leicht etwas treffen und man sagt, dass ist unser Kompromiss, wo wir hin wollen.
00:36:12: Das haben wir dich kennengelernt als Mensch der selbst sehr genau weiß was er will und der aber auch sehr empathisch ist und die anderen Menschen anhört und glaube verstehen versucht – Was wäre ein KompromISS für Hallstatt?
00:36:25: Ich glaube, das ist eine Größenordnung, die sowohl touristisch das Dorf leben lassen kann und Halstab profitiert, unweigerlich auch von diesen Menschen.
00:36:36: Und aber auf der anderen Seite die Lebensqualität und vor allem die Entwicklung des Ortes noch zulässt.
00:36:41: Wir haben das Problem, dass er nicht nur durch den Tagen gerissen ist sondern wir haben überhöhte Konstruktionen
00:36:46: usw.,
00:36:47: also wir haben selektive Abwanderung die das Gemeinschaftsleben hier in der Zukunft sicherlich gefährdet.
00:36:52: Also da müssen wir schauen, dass junge Menschen auch nach wie vor in Halsstadt bleiben können, Arbeit haben und dort den Ort weiterentwickeln können.
00:37:00: Sag mal was du immer Mensch, der angepackt hat.
00:37:03: oder ist es trotzdem etwas Entstandenes in deinem Leben?
00:37:07: Weil wenn du jetzt so sprichst über Haltstadt dann deine Tätigkeit bei einem Bergrett, dann bist du trotzdem einer, der anbackt.
00:37:14: Ich habe es nie so empfunden.
00:37:16: Es gibt einfach Dinge, die sind für mich notwendig und da muss man was tun.
00:37:19: Und dann können sie halt auch gemacht werden.
00:37:21: Irgendwer muss das aufmachen.
00:37:22: Wobei er sagt natürlich schon, man muss darauf passen, dass man sich selber nicht verbrannt hat und sagt ich kann nicht alles machen.
00:37:28: Das stimmen wir mich um dieses und jenes.
00:37:31: Und es müssen auch andere mit tun damit das bewältigbar
00:37:34: bleibt.".
00:37:35: Bei der Bergrettung im Landesverband sind es achthundertfünfzig Menschen – circa die du führst!
00:37:41: Mich interessiert immer der Ansporn dieser Menschen, die ja teilweise das Leben riskieren für andere, die sie nicht einmal kennen.
00:37:48: Teilweise für ein Dankeschön – wir haben es bei der Lena mitbekommen.
00:37:50: Es gibt einen Brief zum Beispiel und das ist total nett!
00:37:53: Aber was ist der Ansporn von euch, dass ihr das macht?
00:37:57: Auf der einen Seite ist das unglaublich tolle Gemeinschaft.
00:38:02: Wir verbringen viel mehr Zeit miteinander in Übungen aus Bildung, also dann direkt bei den Einsätzen.
00:38:07: Das sind alles tolle Menschen und diese Gemeinsschaft und profitiert gegenseitig letztendlich.
00:38:13: Und das ist es Interessante, dass der Topbergrette nicht der Spitzenalpinist.
00:38:17: Das sind oft sehr introvertierte egozeitrische Menschen wahrscheinlich auch notwendigerweise.
00:38:24: die Transichruft schwer in einem Team und das hat auch kleiner gesagt Berghaltung ist Themaarbeit und so sehe ich es auch.
00:38:31: Und ich würde euch einfach empfehlen kann, wenn wir von einem Einsatz zurückkommen wie gestern der Gurtausgang ist wo man wirklich am Menschenleben retten haben können und dieses Gefühl hier einfach was Sinnvolles gemacht zu haben diese Sehnstifte in die Arbeit da sagt man dann das hat sich auszuhalten.
00:38:48: Haben
00:38:48: Sie uns mit in die Bude bei Euch?
00:38:50: Wie ist denn die Stimmung?
00:38:51: wird da viel darüber gesprochen?
00:38:54: Ist das ein stiller Konsens?
00:38:57: Also das ist irgendwo so ein Spirit, der über den ganzen Schwäbden und man spürt einfach, dass hier eine gute Arbeit geleistet worden ist.
00:39:03: Man bespricht es natürlich im Nachhinein noch und sagt, das ist gut gelaufen oder doch mal wahnsinniges Glück gehabt, ob da nicht was passiert ist.
00:39:10: aber letztendlich zählt das Resultat, dass da jetzt ein Mensch mit gut zwanzig Jahren mit einem schweren Kopf verletzt, sondern auch dem Freien nach Leben gerettet werden konnte und der seinen Leben noch vorsicht hat.
00:39:21: Und dann sagt man ja alle!
00:39:24: Es ist wirklich Sinnstiften.
00:39:27: Ich glaube, da liegt jetzt bei allen Fronttagsreden von Politikern die das Ehrenamt loben und so weiter.
00:39:33: Aber diese sinnstiftende Tätigkeit geht uns in vielen Bereichen schon abhanden Und hier können wir etwas anbieten was nicht ganz selbstverständlich ist?
00:39:42: Wie geht es damit um wenn's eben nicht gut ausgeht?
00:39:45: Ist dann auch die Gemeinschaft füreinander da?
00:39:48: Es betrifft uns immer wieder.
00:39:51: Wir gehen natürlich professionell damit um, es kommt immer darauf an, Kinder sind ein ganz schwieriges Thema aber auch dauerhaft die Gemeinschaft über weite Strecken hinweg und wir haben das jetzt in der Bergrettung institutionalisiert dass wir mit sogenannten Piers speziell ausgebildeten Bergretterinnen und Bergretters hier besonders geschult sein und beachten können waren jemanden nach ein paar Tagen über die es auch noch nicht weg ist, dass wir da dann Unterstützung auch professionellerseits anbieten.
00:40:20: Aber wie muss man das vorstellen?
00:40:22: Kann's sein, dass jetzt bei dir da allein losgeht zum Beispiel während unserem Gespräch ...
00:40:25: Ja also ich hab gesehen, ob dich aufs Funkgerät mitgenommen war.
00:40:28: Eben!
00:40:28: Ihr
00:40:29: habt's sehen in der Tasche,
00:40:30: gell?!
00:40:31: Und wir haben momentan eine ziemlich heiße Phase und bin gestern wieder jungfrau zum Kennen gekommen war im Ort und die Kollegen waren beim anderen Einsatz eben in den Ohr dran und ich musste da einen übernehmen.
00:40:42: Also das kann jederzeit passieren und es passiert auch zu jeder Zeit.
00:40:46: Meistens dann, wenn ich gerade den Suppenlöffel ansitze, dann schäfert ihr irgendwo aber mit deinem Lema und das machen wir gerne und darum tun wir das auch.
00:40:54: Die Berge werden voller!
00:40:57: Die Menschen trauen sie mehr zu vielleicht auch durch diese Karten, die sie am Handy mitführen
00:41:02: usw.,
00:41:02: was würdest du denn von dem Menschen wünschen?
00:41:05: Weil ich weiß ja, dass man bei euch in Haltstadt oben beim Schaubergwerk oben und so weiter da gibt es eine ganz departee Unfälle teilweise.
00:41:12: Wo du einfach denkst warum kommt der da überhaupt hin?
00:41:15: Was würdest du dir wünschen?
00:41:20: Also erstens freue mich über jeden der im Werk geht weil er einfach weiss was das für Kraftspendende und tolle Sache ist.
00:41:27: auf der anderen Seite wenn ich mir etwas wünscht darf dann ist es dass man diesen Berg in einer gewissen Demut begegnet auch sich selbst und da Verantwortung für es sich selbst übernimmt.
00:41:38: Und gut abklärt, was ist für mich möglich oder nicht mehr möglich?
00:41:43: Es gibt immer wieder sogenannte objektive Gefahren.
00:41:46: Das ist ein Steinschlag, ein Blitzschlag, das bricht Urgriff aus oder so etwas.
00:41:51: Davor sind auch wir nicht gefeiert.
00:41:53: aber ich sage viele Bergenfälle würden sich einfach vermeiden lassen wenn Menschen hier mit einer gewissen Vorsicht auf den Berg gehen zu schätzen wissen, was ich hier erleben darf und dementsprechend umgehen.
00:42:06: Ich habe das Gefühl beim Berg gehen gibt es ein gewisses Vakuum, was Ausbildung betrifft.
00:42:12: also ich glaube man geht in die Berge, man wird auch Fahrer, aber würdest du dir wünschen dass die Leute vielleicht einmal wirklich irgendwo hingehen um das zu lernen oder ist das gar nicht notwendig?
00:42:21: Na schon!
00:42:22: Es gibt schon, also Gott der Alpenenvereine bieten hier ganze Paletten an und man hat hier fast schon einen Überangebot an Alpena-Ausbildung.
00:42:30: Man muss es halt auch machen.
00:42:33: Was wir wieder trotzdem erleben, das ist, wofür bestimmte Fotos in Insta-Kanälen Sachen aufgeführt werden.
00:42:41: Wo einfach Leute sich in der Gelände bewegen, wo sie weit am Nächsten verloren haben und die Sanentwicklungen.
00:42:47: Da sage ich auch viel zu wohl das Gespür für den Berg also für das was jetzt wirklich im Leben wichtig ist.
00:42:53: nur damit ihr da ein Foto habt ...bringe ich mit da oben um das Haus im Koffer und kreut irgendwas auf.
00:42:57: Du, du kannst nicht
00:42:58: in die Beruhigung ist, wir sehen kurze E-Seile überledigen... ...weil die Leute kommen jetzt alle drauf, dass es mit der Karriere ohne irgendein paar Aufwachen machen können!
00:43:07: Ich habe eine ganz andere Frage an dich.
00:43:10: Dann werden
00:43:11: wir nicht arbeitslos dessen.
00:43:12: Nein, das glaube ich eh nicht.
00:43:14: Ja aber ich hoffe, dass sich dieses Insta-Things ein bisschen verändert.
00:43:18: Aber eine ganz anderen Frage an Dich?
00:43:19: Ist es dir schon mal passiert, dass du oben auf deinem Rückzugsort, auf deine Alm gesessen bist und dann... einsatz kriegt hast?
00:43:25: Auch das war schon ganz ein witziger nämlich.
00:43:29: Ich bin ja da oben, wo ich der Almhöhe sitze, auf meiner Alm und... Das
00:43:33: würde man gerne sehen.
00:43:35: Das kann ich mir vorstellen aber es ist für mich wirklich fast eine sakrale Geschichte.
00:43:39: Und ich habe einen Einsatz reingekommen dass beim Bergstation die Touristen die Talfahrt versammelt haben und dann immer weiter kommen.
00:43:47: Das ist fußläufig zehn Minuten zum Munkern des Außens.
00:43:50: Ich hab gesagt, ich bin oben, ich schau runter zu deinem und bin hinkommen zu deinen.
00:43:54: und das war dann die witzige Geschichte.
00:43:55: Das war ein jung vermeldetes indische Seehiebauer und ich habe sich gefragt warum sie nicht runtergehen?
00:43:59: Es wäre ja der Fuß wie gar nicht.
00:44:00: Und ich hab gesagt Sie haben eine Geräusche von wilden Tieren gehört und haben sich da nicht hinuntergetraut.
00:44:06: Was ist die Geschichte mit den Tigern?
00:44:08: Genau, also die waren dann... und ich hoffe es zerst gar nicht fassen können ob dann Zu meinen Leuten runtergefahren, habe ich gesagt und die fürchten sich vor den wilden Tieren, die da heroben sind.
00:44:17: Wir auf das Deseilbahn an.
00:44:19: Und wir haben sie tatsächlich mit der Seilbahn runter gefahren.
00:44:21: Mach mich nicht!
00:44:22: Aber dann kannst du da ernst bleiben?
00:44:24: Ja also, nein, weiß man nicht.
00:44:26: Und ja, wir haben es im Satz ordentlich mit denen umgegangen und haben die runter gebraucht.
00:44:31: Aber das ist wieder so ein Vorteil wenn in einem Ort jeder jeden kennt durft, aber die Seilbahnern sagen zuerst startet's jetzt noch mal.
00:44:38: Ja, auch das weiß ich als großes Privileg zu schätzen.
00:44:42: Ich habe es jetzt gesehen, wenn man durch die Schulgang ist und mir kennen uns alle – und man tauscht sich auch!
00:44:48: Das ist einfach ein Unheimlichzuschätzen, da in einer solchen Gemeinschaft leben zu dürfen und fühle mich da wirklich pudelwohl.
00:44:56: Ich habe gelesen von einem Einsatz von dir im Februar, am februär zwanzig fünfzehn bei minus siebzehn Grad.
00:45:01: War das einer der prägensten Einsätze?
00:45:03: Weil zumindest medial ist er einer der Einsätze, die am meisten ausgelöst hat.
00:45:07: Wo du dann, ich glaube mit Kollegen, drei Junge Wiener Robert... Du schaust mich so in eine Schneehöhle am Dachstein gerettet hast!
00:45:16: Ist es so ein Einsatz, was du denkst?
00:45:18: na sehr was?
00:45:20: Ja, das war sicherlich einer von deinen Anforderndsten.
00:45:24: Aber sie waren eigentlich recht brav, die beiden Wiener oder die drei.
00:45:27: Wir haben ihnen gesagt bleibt's dort, wo es satt ist und kommt euch ein.
00:45:30: Ja wir waren telefonisch in Verbindung.
00:45:32: Ich war selber an deinem Tag am Berg oben bin runtergefahren und das hat sich schon über den Nacht der Wetter stürzt bemerkt worden.
00:45:37: Also wir sind schon bei Neijne runter gefahren und stürmen.
00:45:40: Bin gerade herunter angekommen und dann ist der Einsatz hier reingekommen.
00:45:43: Und wir sind dann trotzdem nach oben gefahren.
00:45:45: Das war einfach mentaler Schatz ziemlich hart weil die Seilbahn eigentlich schon im Betrieb eingestellt habe.
00:45:49: Die sind nur noch mit uns raufgefahren Und wir sind dann oben am Krippenstein bei minus siebzen Grad und hundert km hin, also man sieht sich den Chill Faktor ausrechnet.
00:45:59: Das waren die Haupteingangstüren, wo eigentlich schon verbarrikatiert haben.
00:46:02: Wir sind beim Nebeneingang raus und dann stehst du plötzlich in einem Orkan...
00:46:06: Wie viel Uhr war es da circa?
00:46:08: Das
00:46:08: war noch mit Tag irgendwann um zwei, drei, also relativ spätschern und sind dann wirklich in ein Wide Out und waren es da oben nicht halbwegs an Gebietskänten.
00:46:18: Es war völlig verloren, auch mit GPS, du siehst ja nichts mehr als wir alles vereistet.
00:46:22: Also er war wirklich grenzwertig.
00:46:26: trotzdem hüftlade Gemeinschaften über einen Fünf-, Sechsleiter und jeder hat den Vordermanker heute noch gesehen und sind amarschiert.
00:46:33: Und das war dann also durch diesen Sturm ist der Schnee im Gesicht geschmolzen aber gleichzeitig durch die Kälte wieder gefroren.
00:46:40: Wir hatten alle beim Gehen auf der Luftseite ein Eispanz im Gesicht Und ich bin kurz vorhin abbrechen, wesentlich gesagt habe ausgespürt.
00:46:50: Wir haben es zu gefährlich, wir können das nicht und haben da noch in den letzten Momentetag gefunden und haben uns dann mitgenommen und abfahren zur nächsten Hütte, wo wir uns all wieder halbwegs aufgehört haben.
00:47:00: Also das war scharf für mich einer der dramatischsten Einsätze, wo unser, sage ich mal, Aktionsradius schon am Ende war.
00:47:07: Also gar nicht mehr.
00:47:09: fünf Minuten hätte man dort wirklich abbrechern müssen und mir haben alle leichte Erfrühungen gehabt ist aber gut ausgekommen.
00:47:15: Die Kräfte der Natur.
00:47:16: Unglaublich!
00:47:17: Aber warum macht man das?
00:47:20: Wenn uns da wirklich mit in diese letzten fünf Minuten, bevor sie es gefunden hat... Ich gehe davon aus dass ihr natürlich die Menschen ... Ihr wisst wenn ihr nicht dahin geht dann sterben die aber selber ist für einen auch gefährlich.
00:47:32: Wo ist eben dieser Balance?
00:47:33: Also wir versuchen das schon immer in einem kalkulierten Rahmen ablaufen zu lassen.
00:47:38: Wir haben bei jedem Einsatz ein Risikomanagement dabei wo wir abklären Ist das für uns vertretenbar oder sind hier die Grenzen schon so groß?
00:47:46: Natürlich ist dieser Grad sehr schwaler und da war es wirklich so, wir haben einfach nichts mehr gesehen.
00:47:52: Wir haben das Chipes in der Maus angenommen, wir hatten vereiste Prühen gehabt.
00:47:55: Es war am letzten Ende und dass man dann sehr einfach nur gehört, was wir gesehen haben – das war wirklich ein Glück!
00:48:03: Und ja, du hast gesagt ... Du weißt, wenn wir nicht hinkommen bei diesen Verhältnissen ist es fraglich ob die es dann auch da übersteigern lassen.
00:48:14: Absolut!
00:48:16: Es ist Wahnsinn.
00:48:17: Gibt's einen Danke?
00:48:21: Ja schon aber wir verrechnen ja dann auch unsere Einsätze.
00:48:26: natürlich haben die Errechnung bekommen das war für jeden glaube ich sixhundert Euro und es war der Student dabei Einfach kein Einkommen gehabt hat, da hat sich der Nutzgeweiner gesagt.
00:48:36: Ja, wie man da jetzt sagen kann, ich sage, weißt du was?
00:48:38: Jetzt haben wir dich Leben vom Berg untergeholt.
00:48:40: Jetzt werden wir dich finanziell sicher nicht
00:48:42: sehen.".
00:48:42: nicht vernichten und wir haben dann eine Lösung gefunden, dass das für alle gut ausgeht.
00:48:46: Ich hab's ja im
00:48:46: Arbeiten lassen!
00:48:49: Fernseher aufhängen oder so was.
00:48:51: Das ist mal klären, das haben wir bei der Lena gemacht.
00:48:55: Hat sie dir das erzählt?
00:48:57: Ja, sie war ganz begeistert, wie toll.
00:48:59: Wie fachlich auch.
00:49:00: Wir haben
00:49:01: nur Keuden sonst gar nix.
00:49:04: Wir kommen jetzt schon langsam zum Ende, aber bevor wir zu unserem Word-Rap kommen habe ich mir ein paar Fragen ausgedacht und die kurze Antworten.
00:49:11: schauen wir mal in welche Richtung das geht.
00:49:13: Geige oder Boot?
00:49:15: Boot
00:49:16: Gipfel oder Höhle weil du bist ja auch Höhlenforscher.
00:49:19: Ah schon der Gipfl
00:49:21: Immer zu Fuß oder manchmal Seilbahn
00:49:23: Auch mit den Seilbahnen.
00:49:25: Direktorat oder Werkstatt?
00:49:28: Direktorate
00:49:29: Wenn du morgen früh als Jaling in der Fure sitzen würdest Welchen Zweig würdest du wählen?
00:49:39: Ich glaube, ich würde Tischler werden.
00:49:42: Ich werde den Tischler machen.
00:49:44: Wenn wir dir ein Jahr deines Lebens schenken könnten ohne Schule, Bergrettung oder Hände und so weiter... Wo wird man die finden?
00:49:53: Wahrscheinlich mal auf meiner Hütte am Salzberg kommen!
00:49:57: Was ist das Satz, den du in einem Jahrling mitgibst beim Aussteigen aus der Fuhr?
00:50:05: Wer es will, dass er diese Schule besucht, wird sie ja auch abschließen.
00:50:10: Was kennst du uns seit eineinhalb Stunden?
00:50:11: Welchen Zweig würden wir beide wählen.
00:50:14: Also ich würde euch definitiv in deinem Bootsbausteck nehmen.
00:50:17: Ich glaube auch, ich glaube ja.
00:50:19: Robert, komm mal zum Birdrap!
00:50:21: So ist es... Im Salzkammergut schmeckt mir
00:50:26: das Salz.
00:50:27: Oh gut, hatten wir auch noch nie.
00:50:29: Gut super wichtigste.
00:50:31: Im Salzkammergurt tagt man nicht.
00:50:35: Ein Over-Tourist war ein Markplatt.
00:50:38: Ja das ist natürlich klar.
00:50:40: Im Salz kammergutt fehlt mir
00:50:44: Nur ein bisschen mehr selbstbewusst sein, dass was wir da machen und sind einfach okay ist.
00:50:50: Aber ich glaube, wir drei sind ein Beispiel dafür, dass wir schon das Selbstbewusstsein haben oder?
00:50:55: Dass das eine tolle Region ist und dass das, was wir machen toll ist!
00:50:58: Ja, ich denke es auch und das vielleicht für Hallstatt anwendbar war, wo ich sage... Du hast so eine tole Geschichte, du hast so tolle Sachen hervorgebracht, du brauchst dich dann nicht unter deinem Wert verkaufen.
00:51:11: Und im Salz kann man gut, das ist allerwertvollste
00:51:15: die Menschen, die da sind.
00:51:16: Christoph
00:51:18: vielen Dank für dieses tolle Gespräch!
00:51:20: Schönes Wochenende noch in Haltstadt – das war echt eine Ehre.
00:51:23: Danke vielmals!
00:51:24: Ja gerne euch auch schön, dass ihr da
00:51:26: gewesen seid.
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